Blinde Aggression gegen Notärztin und Feuerwehrmann mit schweren Folgen – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verurteilt Attacke durch Flüchtling

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat die gefährliche Attacke eines 20-jährigen Flüchtlings aus Eritrea am Abend des 22. Juni 2018 in Ottobrunn bei München auf ein Notarztfahrzeug scharf verurteilt: „In unserem Land Schutz und Sicherheit zu suchen und gleichzeitig in einem Anfall blinder Aggression unsere Rettungskräfte anzugreifen, geht gar nicht. Wer in unserem Land Gewalttaten begeht und unser Rechtssystem derart missachtet, muss hart bestraft werden. Außerdem werden wir zusammen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die möglichst rasche Abschiebung prüfen.“

Laut Herrmann wurde mittlerweile gegen den Flüchtling Haftbefehl erlassen. Der schwerverletzten Notärztin, dem am Auge verletzten Feuerwehrmann und den leicht verletzten Betreuerinnen wünschte Herrmann eine baldige vollständige Genesung.

Herrmann verwies auf die im April 2017 beschlossene Strafverschärfung. Bei tätlichen Angriffen auf Rettungskräfte im Einsatz drohen seitdem bis zu fünf Jahre Haft. „Harte Strafen sind aufgrund der in den letzten Jahren stark gestiegenen Zahl der Angriffe auf Rettungskräfte dringend notwendig“, forderte der Innenminister. „Wir brauchen für die Täter einen klaren Denkzettel und auch eine höchstmögliche Abschreckung vor zukünftigen Taten.“ Laut Herrmann ist die Zahl der Übergriffe auf Einsatzkräfte der Rettungsdienste in der Polizeilichen Kriminalstatistik Bayerns von 130 Fällen in 2011 auf 228 in 2016 gestiegen. Die Auswertung für 2017 liegt noch nicht vor.