Brechtfestival Augsburg | Vorverkauf zur Konzertnacht startet heute

Vom 22.2. bis 3.3.2019 findet in Augsburg das Brechtfestival statt. In Anlehnung an Brechts Gedicht-Zyklus „Aus einem Lesebuch für Städtebewohner“ trägt es den Titel „Brechtfestival für Städtebewohner*innen“. Popkultureller Höhepunkt des Programms ist die „Lange Brechtnacht“ am 1. März – Eine Nacht, die mit 12 Konzerten auf fünf Bühnen in drei Locations der besonderen Musik huldigt, aber auch dem Feiern und Entdecken im Augsburger Textilviertel. Das beliebte Musikereignis ist seit einigen Jahren fester Bestandteil des Brechtfestivals, dessen gesamtes Programm am 17. Dezember veröffentlicht wird. Tickets für die Lange Brechtnacht sind bereits ab dem 1. Dezember erhältlich.

Gustav ist einer der Acts der Langen Konzertnacht | Foto: Thomas Degen

Bei der Langen Brechtnacht treffen nationale und internationale Größen auf die lokale Szene. Augsburg feiert die neue Hymne auf Bertolt Brechts Heimatstadt, bei den Aftershowpartys wird getanzt bis in die frühen Morgenstunden. Zu Gast bei der Langen Brechtnacht 2019 sind u.a.: Gisbert zu Knyphausen (Rheingau), Dota (Berlin), Gustav (Wien / A), Let’s Eat Grandma (Norwich / UK), Mammal Hands (Norwich / UK), Get Well Soon (Mannheim / Berlin), Swutscher (Hamburg), Das Paradies (Leipzig), The Bassas (Augsburg) u.a.

Passend zum Festivalmotto 2019 greift die Lange Brechtnacht das Lebensgefühl der Städtebewohner*innen auf und präsentiert ein Kaleidoskop an progressiver, künstlerisch relevanter Musik. Mit Texten, die kluge, kritische und poetische Einblick in die Abgründe und Widersprüche dieser Zeit geben. Momentaufnahmen und Erkenntnisse aus dem unfassbaren Chaos und der plötzlichen Schönheit, die zwischen Ich, Du und Wir entstehen können. Zum Beispiel in Gisbert zu Knyphausens Singer-Songwriter-Kunst, den messerscharfen, so leichtfüßig daherkommenden Zeilen von Dota oder in Protestsongs im träumerischen Elektropop Gewand von Gustav aka Eva Jantschitsch. Jantschitsch macht in den letzten Jahren überwiegend Musik fürs Theater, die Auftritte mit der Band sind eine eher seltene Gelegenheit. „Sie haben die Straßen auf Sprengstoff gebaut“ singt die österreichische Liedermacherin in ihrem Lied „Verlass die Stadt“. Musik und Texte der engagierten Künstlerinnen und Künstler selbst sind reines explosives Potential. Der Future Pop des erstaunlichen Duos Let’s Eat Grandma aus England, die Verbindung von Jazz und Electronica bei Mammal Hands oder die urbane Mischung von Rap und Jazz der eigens für die Lange Brechtnacht ins Leben gerufenen Formation „Städtebewohner“: Jeder Song, jede Nummer, jeder Titel bricht Festgefahrenes auf, wirft es über den Haufen und regt dazu an, die Trümmer zu etwas Neuem zusammenzubauen – ganz im Geiste Brechts.