Buch-Tipp | „Das Adenauer-Komplott“ – Ein Kriminalroman zum 50.Todestag des ersten Kanzlers

Am 19. April jährt sich der Todestag von Konrad Adenauer zum 50. Mal. Grund genug sich seiner Geschichte und damit der Geschichte der frühen Bundesrepublik von einem anderen Blickwinkel zu nähern. In „Das Adenauer-Komplott“ ist dies eindrucksvoll gelungen.

Das Deutsche Reich liegt am Boden, doch Hitler lässt den Vernichtungskampf weiterführen. Der ehemalige Kampfpilot Maximilian Engel sehnt den Frieden für Deutschland herbei und wird daraufhin von der Gestapo verhaftet. Im Gefängnis bekommt er unerwartet Hilfe – die geheimnisvolle Luisa bietet ihm die Freiheit, wenn er seinen Mithäftling Konrad Adenauer zur Flucht verhilft. Engel willigt ein den ehemaligen Bürgermeister von Köln zu befreien und setzt damit etwas in Gang, das den Lauf der Geschichte verändern wird.

So lässt Sebastian Thiel seinen Kriminalroman „Das Adenauer-Komplott“ beginnen. Garniert mit zahlreichen historischen Fakten baut der junge Autor im weiteren Verlauf eine Geschichte voller Intrigen und zwielichtiger Deals auf. Nur zu gut bestätigen sich dabei die Klischees über die politische Arbeit. Thiel gelingt es, dass sich der Leser in die Figur des Maximilian Engel hineinversetzen kann. Mit der Titelfigur erhält man einen besonderen Blick auf den ersten Kanzler der noch jungen Bundesrepublik, auf die verworrenen Anfänge der Nachkriegszeit und die bewegten Momente eines Mannes in der Achterbahn der Geschichte.

„Das Adenauer-Komplott“ lädt dabei nicht nur geschichtlich interessierte Leser auf eine Reise in die jüngere Historie ein, sondern hat viel mehr zu bieten. Es ist fesselnd und mitnehmend verfasst. Da Thiel auf zu komplexe Zusammenhänge verzichtet hat, ist einzig der Sprung durch die Jahre eine Herausforderung für den Leser. Doch diese kann man einfach meistern und hat somit eine spannende und informative Lektüre für die Osterferien im Gepäck.

„Das Adenauer-Komplott“

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