DAV Kletterzentrum Augsburg eröffnet – Bundesweit einzigartige Kletteranlage

Am Sonntag wurde mit der neuen DAV Kletterzentrums Augsburg – Landesleistungszentrums Bayern  eine bundesweit einzigartige Kletteranlage offiziell eröffnet.

Feierliche Übergabe des LLZ. Foto: Volker Hergeth

Das DAV Kletterzentrum Augsburg -– Landesleistungszentrum Bayern (LLZ Bayern), öffnete bei sommerlichen Temperaturen am Sonntag im Rahmen eines feierlichen Aktes offiziell seine Türen. Ulrich Kühnl, 1. Vorsitzender des DAV Sektion Augsburg, eröffnete die Feier und begrüßte mehr als 350 Gäste. Darunter Joachim Herrmann, bayerischer Staatminister des Inneren, Dr. Kurt Gribl, Oberbürgermeister der Stadt Augsburg, Harald Stempfer, Vizepräsident des BLSV für Leistungssport, Bernd Kränzle, Vizepräsident des BLVS und Vorsitzender Bayerisch-Schwaben, Burgi Beste, Vizepräsidentin des DAV und Dr. Matthias Ballweg, Vorsitzender Kletterfachverband Bayern des DAV e.V., die in ihren Grußworten das ehrgeizige Projekt lobten und sowohl den DAV als auch die Stadt Augsburg zu der „bundesweit einzigartigen Trainingsstätte für Kletterathleten“ beglückwünschten. Sportlicher Höhepunkt des fröhlichen Einweihungsfestes war die Qualifikation zu den bayerischen Jugendmeisterschaften.

Bereits 2013 startete die Vorphase des Projekts mit ersten Sondierungsgesprächen. Vor drei Jahren wurde das Konzept der gemeinsamen Nutzung von Leistungs- und Breitensport unter einem Dach konkret ausgestaltet. Dies erfolgte in enger Zusammenarbeit von bayerischem Innenministerium, Landessportverband, Stadt Augsburg und den Partnern des Deutschen Alpenvereins, DAV Augsburg und Kletterfachverband

Nun konnte gestern, ein gutes Jahr nach dem Spatenstich, das neue Kletterzentrum offiziell eröffnet werden. Es herrschte Freude und Begeisterung, die Anspannung, die allen Projektbeteiligten in den letzten Wochen und Monaten ins Gesicht geschrieben war, ist verflogen.

An dem öffentlich geförderten Gemeinschaftsprojekt sind der DAV Augsburg als Bauherr und Betreiber, der Kletterfachverband Bayern als Nutzer für den Leistungssport und der DAV-Bundesverband als Förderer und Mitgestalter beteiligt. Die operative Betriebsführung liegt in den Händen von Ferdinand Triller und Oliver Bader.

Burgi Beste überreicht das DAV-Logo an Ulrich Kühnl. Foto: Volker Hergeth

Ulrich Kühnl, 1. Vorsitzender des DAV der Sektion Augsburg, lobte das hohe Engagement aller Projektbeteiligten und die Zusammenarbeit mit den Ämtern und Partnern: „Dieses neue Kapitel des Miteinander von Spitzen- und Breitensport wurde in einem hoch spannenden Prozess geschrieben, an dem Ihr Haus, sehr geehrter Herr Staatsminister Herrmann, der Bayerische Landessportverband und der Deutsche Alpenverein intensiv zusammengearbeitet haben.“ Da der Klettersport vor drei Jahren noch keine olympische Disziplin gewesen sei, gab es keine Blaupause für die Förderung dieses Gemeinschaftsprojektes. Pionierarbeit war also zu leisten, „der Wille zur Gestaltung mit einem klaren Ziel vor Augen und ein überzeugendes Konzept waren gefragt.“ Kühnl hieß zudem die jungen Athleten Bayerns herzlich willkommen und begrüßt „Last but not least unsere local heroes des DAV-Augsburg. Unangefochten an der Spitze: Projektleiter Ferdinand Triller mit einem Team von Ehrenamtlern bis hin zum Vorstand, dem wir hohe Wertschätzung und großen Dank schulden.“

Joachim Herrmann zeigte sich begeistert von der beeindruckenden Sportstätte in der „Sportstadt Augsburg“, in der sich Breiten- und Leistungssport hervorragend verbinden und die wegen dieser Vorreiterrolle als beispielhaft für Folgeprojekte mit ähnlicher Kombination gelten könnte. Herrmann zollt den Beteiligten großen Respekt für die Realisierung dieses visionären Projektes, da in Augsburg nun „die bundesweit einzige Halle steht, in der Athleten alle drei olympischen Disziplinen trainieren können, das Projekt aber bereits startete, noch bevor der Klettersport olympisch wurde.“ Obwohl eigentlich der Bund für die Förderung des Leistungssportes zuständig sei sieht er die 2,5 Mio. Euro Fördergelder der Staatsregierung gut angelegt und freut sich über die Weiterentwicklung des Sportlandes Bayern.