Der Augsburger Friedenspreis 2017 geht an Martin Junge

Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes (LWB), Pfarrer Dr. h.c. Dr. h.c. Martin Junge (56), ist Träger des diesjährigen „Preis Augsburger Friedensfest“. Dies gab Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl am heutigen 8. August, dem Augsburger Hohen Friedensfest, bei der Feierstunde im Goldenen Saal des Rathauses vor rund 200 Gästen bekannt.

Regionalbischof Michael Grabow und OB Dr. Kurt Gribl verkünden den Preisträger Martin Junge | Foto: Wolfgang Czech

Martin Junge wurde 1961 in Chile als Sohn einer österreichischen Mutter und eines chilenischen Vaters geboren. Er studierte Theologie in Deutschland und arbeitete in Deutschland, Chile und der Schweiz. Seit 2010 leitet er das Büro der Kirchengemeinschaft des LWB in Genf.

Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl nannte den evangelisch-lutherischen Theologen einen „geduldigen Brückenbauer zwischen den Kontinenten, der aufgrund seiner theologischen Prägung und seiner Herkunft Europa als „globalen Norden“ und Südamerika als „globalen Süden“ miteinander verbindet.“

Regionalbischof Michael Grabow von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Oberkirchenrat im Kirchenkreis Augsburg würdigte Martin Junge als Kenner der theologischen und kirchlichen Tradition des europäischen Luthertums, der zugleich von der lateinamerikanischen Theologie stark inspiriert ist. „In seinem Denken und Handeln verbindet sich ein klares Bewusstsein für den geistlichen Charakter der Kirche mit engagierter Weltverantwortung. Zugleich setzt er sich nachdrücklich für ein globales Selbstverständnis der lutherischen Kirche ein“, so Grabow über den Generalsekretär der größten lutherischen Weltgemeinschaft. Der LWB umfasst 145 lutherische Kirchen mit über 74 Millionen Mitgliedern in 98 Ländern.