Die Augsburger Panther warten weiter auf den ersten Sieg des Jahres – Niederlage gegen die DEG

Im ersten Heimpsiel des Jahres begrüßten die Augsburger Panther die Düsseldorfer EG im CFS. Trotz einer 1:0 Führung durch Fraser verloren die Hausherren die Partie am Ende mit 3:6 und warten weiter auf den ersten Dreier im neuen Jahr.

Foto: Wolfgang Czech
Im ersten Heimpsiel des Jahres begrüßten die Augsburger Panther die Düsseldorfer EG im CFS. Trotz einer 1:0 Führung durch Fraser verloren die Hausherren die Partie am Ende mit 3:6 und warten weiter auf den ersten Erfolg im neuen Jahr.

Die Panther begrüßten nach den Jahresauftaktniederlagen in Bremerhaven (0:5) und Nürnberg (3:5) die Düsseldorfer EG zum ersten Heimspiel des Jahres im CFS. Per Sonderzug reisten knapp 1.000 Schlachtenbummler vom Rhein mit an den Lech und sahen das Spiel des Dritten beim DEL-Vierten. Im ersten Durchgang sahen die 6.139 Fans im ausverkauften CFS ein Duell auf allerhöchstem Niveau, das lediglich Tore vermissen ließ. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und die DEG fing sich erst mit einer fünf gegen drei Überzahl wieder. Der AEV, bei dem Lamb (unnötige Härte) und kurz darauf Holzmann (hoher Stock) auf die Strafbank mussten, überstand diese doppelte Unterzahl schadlos. Augsburgs beste Torchance im ersten Drittel vergab in einer Überzahl Adam Payerl, dessen Schuss aus dem Rückraum an den linken Pfosten (16.) ging. Nichtsdestotrotz zeigten die Schwaben von Beginn an, dass sie im vollgepackten Curt-Frenzel-Stadion die ersten Punkte des Jahres einfahren wollten.

Foto: Wolfgang Czech

Der Einsatz und das Engagement wurden im Mitteldrittel früh belohnt. Ex-Düsseldorfer Henry Haase brachte die Scheibe mit einem Schlagschuss aus dem Rückraum auf das Tor, wo die Scheibe an den Pfosten ging. Matt Fraser reagierte am schnellsten und drückte den Puck zur 1:0-Führung über die Torlinie (22.). Die Panther verteidigten ihre Führung geschickt, aber das Blatt fing ans sich zu wenden als Patrick McNeill wegen Haltens für 2 Minuten in die Box musste. Ein Zuspiel von DEG-Kapitän Alexander Barta landete am linken Anspielkreis bei Jaedon Descheneau, der den Puck in den kurzen Winkel hämmerte (28.). Die Partie wurde jetzt immer intensiver und kurz nach dem Ende einer überstandenen Unterzahlsituation (McNeill, übertriebene Härte) drehten die Düsseldorfer endgültig die Partie. Wie beim Ausgleich wurde Jaedon Descheneau von DEG-Kapitän Barta bedient (35.). Das 3:1 für die DEG bereitete Ex-Panther Christian Kretschmann mit einem Tempogegenstoß vor, an dessen Ende er Lukas Laub bediente. Laub bugsierte die Scheibe dann an Brady Lamb und Olivier Roy vorbei ins Tor (37.). Die Partie war vor dem Doppelschlag für einige Minuten unterbrochen. Ein Düsseldorfer war in Torhüter Roy gerauscht, der benommen liegen geblieben war. Nach einer Behandlungsphase ging es für Augsburgs Nummer 1 erst mal weiter. „Ich hatte Keller schon aufs Eis geschicht, doch Olli zeigte mir an, dass alles passt.“, so Trainer Mike Stewart nach dem Spiel.  Die DEG schlug nach der Panther-Führung eiskalt zurück und ging mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause.

Olli Roy blieb nach einem Zusammensprall liegen | Foto: Wolfgang Czech

Den Panthern, bei denen Coach Stewart für das Schlussdrittel Markus Keller für Olivier Roy aufs Eis schickte, hatte die Pause gut getan. Sie kamen stark aus der Kabine und waren das bestimmende Team, aber ohne zunächst zwingende Chancen zu kreieren. Den Anschlusstreffer erzwang Brady Lamb, der Fredrik Pettersson Wentzel aus spitzem Winkel überwand und zum 2:3 einnetzte (46.). Das Tor war der Auftakt einer ereignisreichen Schlussphase. Jaedon Descheneau schnürte einen Hattrick und erzielte in der 54. Minute das 4:2 für die Gäste. Sahir Gill verkürzte wenig später wieder auf 3:4 (55.), und die Vorentscheidung fiel mit dem 5:3 durch den Düsseldorfer Philip Gogulla, der von der Blauen erst Stieler und dann Markus Keller vernaschte (56.). Den Schlusspunkt unter die Partie setzte ein Ex-Augsburger: Christian Kretschmann netzte eine Sekunde vor der Sirene noch zum 3:6 ins leere Tor ein.

2019 ist noch nicht das Jahr der Panther und die Schwaben warten weiter auf ihre ersten Punkte. Die Düsseldorfer machten in den entscheidenden Momenten die Tore und haben jetzt sechs Punkte Vorsprung auf die Fuggerstädter.

Die Rot-grün-weißen gehen am kommenden Freitag in Iserlohn wieder auf Punktejagd, bevor es dann zum Derby nach München geht.

AEV: Roy, Keller – Lamb, Tölzer, Payerl, Stieler, Trevelyan – Haase, Gill, Sezemsky, Fraser, Holzmann – White, LeBlanc, Hafenrichter, McNeill, Rogl – Detsch, Schmölz, Sternheimer

Tore: 1:0 Fraser (Sezemsky, Haase) 22.; 1:1 Descheneau (Barta, McKiernan) 28.; 1:2 Descheneau (Barta) 35.; 1:3 Laub (Köppchen, Strodel) 37.; 2:3 Lamb (Hafenrichter, White) 46.; 2:4 Descheneau (Pimm, Barta) 54.; 3:4 Gill (Haase, Fraser) 55.; 3:5 Gogulla 56.; 3:6 Kretschmann 60.

Strafzeiten: Augsburg 16 – Düsseldorf 12

Zuschauer: 6.139 (ausverkauft)