Die schwäbische Wirtschaft schwimmt trotz teils schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin auf der Erfolgswelle

Die schwäbische Wirtschaft schwimmt weiterhin auf der Erfolgswelle, die schwierige Situation bei einigen Auslandsmärkten geht jedoch nicht mehr ganz spurlos an den Unternehmen vorüber. Die Konjunktur verharrt auch im Frühjahr 2018 weiterhin auf dem bisherigen hohen Niveau. Trotz zum Teil schwieriger Rahmenbedingungen zeigen sich die Unternehmen sehr zufrieden. Das geht aus der aktuellen Umfrage der IHK Schwaben hervor, an der sich 786 Unternehmen beteiligt haben.

Foto: IHK Schwaben

Die Einschätzung zur aktuellen wirtschaftlichen Situation übertrifft erneut die Werte aus der letzten Abfrage im Herbst. 64 Prozent der Unternehmen beurteilen die Geschäftslage mit gut. Die Auftragslage ist gut und über die Hälfte der Unternehmen sind voll ausgelastet. Die Inlandsnachfrage pendelt sich auf einem hohen Niveau ein. Der Anteil der Unternehmen, die ein gestiegenes Auftragsvolumen im Inland verzeichnen konnten liegt in der aktuellen Umfrage bei 37 Prozent. Die Entwicklung auf den Auslandsmärkten verlief etwas langsamer, aber weiterhin im positiven Bereich. „Die Diskussionen der verschiedenen Handelsbeziehungen allen voran mit Nordamerika und die protektionistischen Tendenzen einzelner Staaten bereiten unseren Unternehmen Sorgen, und zeigen erste Effekte beim Außenhandel“, so Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben.

Weiterhin gute Absatzchancen auch im Ausland

Etwa ein Drittel der Unternehmen konnte steigende Aufträge im Ausland verzeichnen. Stabil und mit einer weiterhin positiven Entwicklung zeigten sich die Märkte der europäischen Union, und mit leicht geringeren Wachstumsraten die Märkte im restlichen Europa. Beim Außenhandel mit Nordamerika scheinen sich Unsicherheiten über die aktuelle Handelspolitik etwas auf die Auftragssituation auszuwirken. Zwar geben ein Viertel der Unternehmen an, weiterhin wachsende Auftragsvolumen aus Nordamerika zu generieren, aber fast ebenso viele mussten auch einen Rückgang der Aufträge hinnehmen. Die Entwicklung auf dem chinesischen Markt ist hingegen gut. 31 Prozent aller Unternehmen berichten von einem gestiegenen Auftragsvolumen.

Dienstleister sind Profiteure der Konjunkturlage

Die höchsten Bewertungen zur Geschäftslage kamen in der aktuellen Umfrage von den Dienstleistungsunternehmen, die stark von der andauernden guten Konjunktur aller Branchen profitieren. Aber auch die Baubranche zeigt sich weiterhin sehr zufrieden. Beim Einzelhandel legt der private Konsum eine kleine Verschnaufpause, obwohl die Einkommenssituation der Bevölkerung unverändert gut ist. Bei der vom Export stark abhängigen Industrie machen sich die bereits erwähnten Störfeuer beim Außenhandel am ehesten bemerkbar. Die Stimmung ist aber weiterhin sehr gut und die schwäbische Industrie befindet sich auf einem ausgewachsenen Konjunkturhoch.

Optimistische Aussichten trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Risiken für die weitere Entwicklung sehen die Unternehmen vor allem in der angespannten Arbeitsmarktsituation. Die Verfügbarkeit von Fachkräften gepaart mit der Sorge um steigende Arbeitskosten wird die zukünftige Wirtschaftsleistung maßgeblich beeinflussen. Bedeutend für die weitere Entwicklung ist auch das wirtschaftspolitische Umfeld. Vor allem die Diskussion um Dieselmotoren oder die DSGVO wurden als kritische Faktoren genannt. Bei der Einschätzung für die nächsten Monate macht sich die Unsicherheit der Unternehmen jedoch nicht bemerkbar. Die Aussichten sind positiv und knapp 30 Prozent halten ein weiteres Wachstum für möglich. Impulse werden dafür vor allem aus dem Inland erwartet.

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