Die Wasserwacht Steppach im Auslandseinsatz in Marokko

Eine Wasserwacht aus Schwaben in Nordafrika? Das gibt es tatsächlich!

Magdalena Zehendner und Michael Stegmüller von der Wasserwacht Steppach waren im August für eine Woche in Marokko und bildeten dort marokkanische Rettungsschwimmer aus.

Die Wasserwacht Schwaben ist nicht nur in der Region erfolgreich mit Anfängerschwimmunterricht, der örtlichen Ausbildung von Wasserrettern und Rettungsaktionen im Wasser beschäftigt, sondern engagiert sich zudem seit 2015 für den Aufbau einer Lehrgruppe für Rettungsschwimmen in Marokko. Die Anzahl der Ertrinkungsopfer an der nordafrikanischen Atlantik- und Mittelmehrküste ist nach wie vor sehr hoch. Aufgrund der mangelnden Bademöglichkeiten im Landesinneren lernen nur sehr wenige Marokkaner ordentlich schwimmen. Darüber hinaus sind an den Badestränden keine ausreichend ausgebildeten Rettungsschwimmer vorhanden, welche zugleich die Erstversorgung der Ertrinkenden übernehmen können.

Das Projekt der Wasserwacht Schwaben in Kooperation mit der Rot-Kreuz- und Rot-Halbmond Organisation soll dazu dienen, flächendeckend zahlreiche marokkanische Rettungsschwimmer auszubilden und damit diesen Problemen entgegenzuwirken.

Dieses Jahr waren Magdalena Zehendner und Michael Stegmüller im Zuge des Projekts vom 14.08. bis 20.08. in Mehdia, Marokko, das in der Nähe von Rabat an der nordafrikanischen Atlantikküste liegt. Mit den zwei Ehrenamtlichen Lukas Graus und Tobias Neubaur aus den letzten beiden Jahren sind nun insgesamt bereits vier Steppacher in dieser internationalen Kooperation mit Marokko ehrenamtlich tätig. Neben den beiden Steppachern Zehendner und Stegmüller waren auch Günther Geiger (Leiter des Büros für Internationale Arbeit im Bayerischen Roten Kreuz), Brigitte Schulan, (Fachfrau für Methodik und Didaktik und erfahrene BRK-Ausbilderin), Marcus Kern (Beauftragter Wasserwacht BV Schwaben), und Wolfgang Piontek (Vorsitzender Wasserwacht Schwaben) mit dabei.