Dramatischer Rettungseinsatz in Königsbrunn – Nichtschwimmerin geht in Weiher unter

Gaffer behindern Rettungsdienst

Ein dramatischer Rettungseinsatz ereignete sich am Sonntagabend gegen 18.00 Uhr in der Nähe des Königsbrunner Gymnasiums. Eine Nichtschwimmerin war in den Weiher gefallen und untergegangen. Sie schwebt noch immer in Lebensgefahr. Besonders übel: Gaffer behinderten den Rettungsdienst.

Foto: Wikipedia

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Eine 17-jährige Syrerin hielt sich zusammen mit sieben weiteren Landsleuten am Weiher westlich des Königsbrunner Gymnasiums im Bereich der Unteren Kreuzstraße auf. Sie ging das schmale Ufer an der Wasserkante entlang, rutschte plötzlich auf Grund der Bodenbeschaffenheit (Schlamm) ins Wasser ab und konnte sich dann nicht mehr aus eigener Kraft an das Ufer retten.

Ein männlicher Jugendlicher aus der Gruppe (allesamt Nichtschwimmer) sprang ins Wasser und versuchte die 17-Jährige wieder nach oben zu ziehen. Dabei wurde er jedoch selbst mit nach unten gezogen. Sofort sprang ein weiterer Jugendlicher ins Wasser, packte den anderen Jugendlichen und zog ihn ans Ufer. Ein kleiner unbeteiligter Junge wurde mit seinem Fahrrad losgeschickt, um Hilfe zu holen.

Ein junges Pärchen (23 / 26) war zu dieser Zeit auf dem Fußweg am Skaterpark unterwegs und wurde hier von dem losgeschickten Buben angesprochen. Beide rannten anschließend sofort zu dem Weiher, der 26-jährige Student sprang ins Wasser und zog die Syrerin, welche bereits leblos unter Wasser trieb, nach oben und brachte sie an das Ufer.

Zwischenzeitlich wurde auch die Polizei von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt, die einige Minuten später an der Unglückstelle eintraf und Reanimationsmaßnahmen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte (BRK, Wasserwacht und Feuerwehr) durchführte. Zugleich wurde auch ein Rettungshubschrauber angefordert, der das Mädchen anschließend ins Klinikum flog. Die 17-Jährige befindet sich in nach wie vor einem lebensbedrohlich kritischen Zustand.

Die Lage des vor allem bei Jugendlichen und Flüchtlingen beliebten Weihers stellte die Rettungskräfte vor erhebliche Probleme: Einen Zugang für Rettungskräfte und deren Ausrüstung gibt es dort nicht, was zur Folge hatte, dass zunächst kein weiteres Rettungsgerät an die Unglücksstelle herangeführt werden konnte. Der Rettungshubschrauber konnte auch nicht direkt vor Ort, sondern musste abgesetzt am Schlittenhügel landen. Der Zugang durch das extrem unwegsame Gelände von der Unglücksstelle zum Hubschrauber musste erst noch auf Teilstrecken minutenlang durch die Feuerwehr mittels Kettensägen ermöglicht werden.

Ein weiteres Problem waren (wieder einmal) unsagbar neugierige Mitmenschen: Es waren zwei Streifen und etliche Feuerwehr- und Wasserwachtleute nötig, um den Rettungsweg von Gaffern zu befreien und diese einigermaßen freizuhalten. Handys wurden an allen Ecken und Enden gezückt und der Rettungseinsatz festgehalten. Jede weitere Kommentierung erübrigt sich!

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