Drogenhandel | Mehrere Personen nach Polizeigroßeinsatz in Neu-Ulmer Asylunterkunft in Haft

Am Freitagabend  durchsuchte die Polizei dieNeu-Ulmer Gemeinschaftsunterkunft in der Reuttier Straße. Die geplante Aktion richtete sich gegen die Betäubungsmittelszene. Zahlreiche Personen wurden noch vor Ort verhaftet.

Polizeilichen Erkenntnissen nach fand in der Gemeinschaftsunterkunft in der Vergangenheit ein schwunghafter Betäubungsmittelhandel statt. Mehrere Personen missbrauchten die Unterkunft fortlaufend als illegalen Drogenumschlagplatz. Gegen mehrere Personen ermittelte die Polizei und leitete Verfahren ein. An den Geschäften waren sowohl Bewohner, als auch Personen beteiligt, welche dort gar nicht untergebracht waren.

Die großangelegten Durchsuchungen fanden mit umfangreichen Kräften statt. Daran beteiligt waren, neben der federführenden Polizeiinspektion Neu-Ulm, auch Kräfte der Bereitschaftspolizei aus Dachau, Eichstätt und Königsbrunn, der Operativen Ergänzungsdienste Neu-Ulm, benachbarter Dienststellen, der Kriminalpolizei Neu-Ulm und des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West. Vor Ort befanden sich u.a. zudem Vertreter der Staatsanwaltschaft Neu-Ulm, des Landratsamts Neu-Ulm sowie der Stadt Neu-Ulm.

Infolge des Einsatzes wurde eine nicht unerhebliche Anzahl an Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Die Durchsuchungsbeamten konnten verschiedene Betäubungsmittel, teilweise in nicht geringen Mengen, auffinden. Außerdem stießen die Beamten auf hohe Geldsummen im fünfstelligen Bereich, welche, wie die Betäubungsmittel, sichergestellt wurden.

Mehrere Personen in Haft

Im Zuge der Durchsuchungsaktion erfolgten insgesamt sechs Festnahmen. Drei Personen konnten vor Ort festgenommen werden, nach ihnen wurde bereits per Haftbefehl gesucht. Bei einem dieser Personen, einem Gambier, wurde zusätzlich Marihuana aufgefunden. Er befindet sich nun in Untersuchungshaft. Ihm wird ein Handel mit Marihuana in großem Stil vorgeworfen. Bei zwei Personen, einem Senegalesen und einem Afghanen, wurde eine größere Menge an Betäubungsmitteln aufgefunden. Der Ermittlungsrichter erließ Haftbefehle. Sie wurden in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Sie werden wegen des Verdachts des Handel Treibens mit Marihuana bzw. synthetischer Drogen und wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge angezeigt.

Neben Betäubungsmittelverstößen ermitteln die Beamten noch in anderen Bereichen. So stellten sie mehrere Fahrräder in der Unterkunft sicher, da der Verdacht bestand, dass diese gestohlen waren. Ebenfalls wurde weiteres, vermeintliches Diebesgut entdeckt und konfisziert. In mehreren Fällen wird wegen des Verdachts des Diebstahls und der Hehlerei ermittelt. Zudem stellte die Polizei noch Verstöße im Bereich von Sozialleistungen, diverse Urkundsdelikte und Vergehen nach dem Aufenthaltsgesetz fest.