E-Mobility zum Falten: Der EGRET Ten Elektroroller im Presse Augsburg-Test

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Mit ihren faltbaren Elektrorollern hat die Walberg Urban Electrics GmbH aus Hamburg um Geschäftsführer Florian Walberg eine e-Mobilitätslösung für “die letzte Meile aus dem Kofferraum“ geschaffen und möchte damit ein Fortbewegungsmittel der Zukunft etablieren, das begeistert und das sowohl einfach in der Handhabung und zuverlässig im Betrieb, als auch kostengünstig in der Nutzung ist. Wie das aussehen soll haben wir uns mit dem Modell  „EGRET Ten“ etwas näher angesehen.

Fahrspaß ist garantiert mit dem Egret Ten | Foto: Sebastian Pfister

Unboxing

In einem großen Karton kommt er daher, der EGRET Ten – und was beim Auspacken erstmal nach viel Arbeit aussieht entpuppt sich schnell als wirklich simpel: Verpackungsmaterial entfernen, EGRET aufklappen, Bedieneinheit fixieren und in weniger als 5 Minuten Auspacken und „Zusammenbau“ kann es auch schon losgehen. Der hochwertige Lithium-Ionen-Akku ist dabei bereits mehr als die Hälfte aufgeladen – den ersten Kilometern steht nichts im Wege.

Neben dem Roller befindet sich im Lieferumfang noch das Ladegerät sowie eine umfangreiche deutsche Bedienungsanleitung.

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Herstellervideo vom Unboxing

Verarbeitungs- und Komponentencheck

Der EGRET Ten ist im Vergleich zu den billigen „China-Scootern“ zum einen wirklich hochwertig verarbeitet, zum anderen wurde auch bei den verbauten Materialien und Komponenten nicht gespart. Ein wichtiger Aspekt, um den vom Hersteller gesetzten Augenmerk auf Sicherheit und einfache Handhabung auch im Produkt zu erkennen.

Die verbaute Scheibenbremse von Shimano | Foto: Sebastian Pfister

Kernstück des vollständig aus Aluminium gefertigten Rollers ist der im Trittbrett verbaute 48 Volt/11.6 AH-Lithium-Ionen-Akku von Panasonic, der den 17 Kilogramm leichten EGRET zusammen mit dem 500 Watt starken Elektromotor auf bis zu 35 km/h beschleunigt. Nach einer Ladezeit von 4-6 Stunden sind damit bis zu 35 Kilometer Reichweite drin. Nach nur 2 Stunden Ladezeit erreicht der Akku bereits eine Ladekapazität von 70%.

Die 10-Zoll Luftreifen sorgen für ein angenehmes Fahrgefühl – sogar auf Kopfsteinpflastern | Foto: Sebastian Pfister

Bei den Reifen handelt es sich um 10 Zoll Luftreifen, die im Vergleich zu oft verbauten Hartgummireifen ein besseres Fahrverhalten und mehr Komfort beim Fahren bieten. Gebremst wird das Vehikel über eine solide Hinterrad-Scheibenbremese des Markenherstellers Shimano.

Der EGRET Ten verfügt über ein LED-Rücklicht, ein Frontscheinwerfer ist optional erhältlich.

Fahrbericht

Vor gut einem Jahr testeten wir mit dem Monowheel ein elektrischen Einrad. Was dabei kompliziert und anfangs mit einigen Stürzen verbunden war ist beim EGRET Ten völlig anders: Roller und Lenker in weniger als 10 Sekunden ausklappen, aufs Trittbrett steigen und los geht es!

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In Fahrt kommt der EGRET mit einer Art Kickstarter, d.h.man muss ihn einmal kurz manuell anschieben um den Elektromotor zu aktivieren. Das verhindert unbeabsichtigtes Anfahren. Im Anschluss beschleunigt der EGRET Ten über den Gasgriff am Tacho auf bis zu 35 km/h. Und das verblüffende daran: Man fühlt sich sofort absolut sicher und vertraut mit dem Gefährt.

Fahrspaß pur und das ganz ohne Übung | Foto: Sebastian Pfister

Nichts wackelt oder knarrt, alles fühlt sich solide an und selbst über Kopfsteinpflaster gleitet der EGRET mit seinen Luftreifen bequem hinweg. Die maximale Endgeschwindigkeit kann bei Bedarf über 5 „Gänge“ angepasst werden, um anfangs nicht gleich zu schnell zu werden.

Das Bremsen lässt sich angenehm dosieren und selbst bei einer Vollbremsung stellt sich der EGRET von hinten nur leicht quer und vermittelt deshalb auch hier ein gutes Sicherheitsgefühl.  Die höhenverstellbare Lenkung ist sehr direkt und trotz Klappmechanismus gibt es keinerlei Vibrationen in den Händen und Armen. Nach der Fahrt lässt sich der EGRET Ten genauso schnell wieder zusammenklappen wir er aufgeklappt wurde und passt damit in jeden Kofferraum oder auf die Rücksitzbank eines PKW.

Auch auf der Rückbank (hier ein Audi A5) hat der EGRET locker Platz, zum Schutz des Rollers und der SItze gibt es bei Bedarf eine optional erhältliche Tasche. | Foto: Sebastian Pfister

Der EGRET Ten in der Praxis – oder: Alles könnte so einfach sein

Inspiriert vom tollen Fahrgefühl, der Geschwindigkeit und der Reichweite schmiedet man schnell Pläne für die Nutzung des EGRET Ten im Alltag. Denn damit wären die 3 Kilometer zum nächsten Bahnhof kein Problem. Dann zusammenklappen, mit dem Zug oder S-Bahn in die Großstadt pendeln und von dort mit dem EGRET weiter bis an den Arbeitsplatz fahren. Oder mit dem PKW bis zum Park&Ride am Stadtrand fahren, um dann mit dem EGRET Ten die letzten Kilometer an der frischen Luft in die Innenstadt düsen…

Eine Nutzung im öffentlichen Straßenverkehr, wie hier auf einem Radweg, ist aktuell rechtlich leider nicht zulässig

Nur schade, dass derartige Roller aktuell nur überall dort eingesetzt werden, wo die Straßenverkehrsordnung (StVO) oder andere Verordnungen nicht gelten. Grund dafür ist eine bislang fehlende rechtliche Grundlage für den Betrieb und die Zulassung dieser neuen Fahrzeugklasse.

Das weiß auch Manfred Gottschalk, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord. Demnach sind in Deutschland alle Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 6 km/h zulassungspflichtig. Neben den möglichen Verletzungsgefahren bei der Nutzung derartiger Fahrzeuge ohne Schutzausrüstung (mind. Helm) warnt er auch vor den rechtlichen Konsequenzen, die damit verbunden sind und von den Beamten in der Region auch entsprechend geahndet werden.

Florian Walberg, Gründer der Walberg Urban Electrics GmbH, setzt sich mit anderen Unternehmen für die Zulassung ein | Foto: EGRET

Übrig bleiben also derzeit nur Privatgelände, Hafenbereiche, Flughafen- und Messegelände sowie je nach Ausschilderung auch Park- und Waldgelände – aber auch nur dann, wenn keine andere Regelung oder der Eigentümer dies nicht untersagt. 

Daher arbeitet Florian Walberg, Gründer der Walberg Urban Electrics GmbH in einer Arbeitsgruppe des technischen Komitees in Brüssel mit Firmen wie Decathlon, Honda, Segway und Toyota mit Hochdruck daran, die technischen Standards der Fahrzeugklasse „Personal Light Electric Vehicles“ (kurz: PLEV) aufzusetzen und so die Grundlage für eine europaweite Straßenzulassung zu schaffen. 

Fazit 

Mit dem EGRET Ten bietet die Walberg Urban Electrics GmbH ein qualitativ hochwertigen, technisch ausgereiften und angenehm zu fahrenden Elektroroller an. Für 1599 Euro (UVP) holt man sich mehr als ein Spielzeug ins Haus: Man erhält eine neue Art der Fortbewegung – und das günstiger als die meisten E-Bikes.

Die Nutzungsmöglichkeiten sind dabei äußerst vielseitig und könnten in Zeiten von PKW-Fahrverboten in Innenstädten und einem veränderten Umweltbewusstsein zu einem echten Wandel in der Art unserer Fortbewegung führen. Dringend notwendig ist es deshalb, hier schnellstmöglich eine gesetzliche Regelung zu schaffen, die es erlaubt, derartige Fortbewegungsmittel legal im öffentlichen Straßenverkehr nutzen zu können.

Noch einen Schritt weiter geht eine neue Idee des Gründers in Kooperation mit Vodafone: In Planung ist ein eScooter Sharing Modell mit integriertem Flottenmanagement System. Der Telekommunikationsanbieter  wird die Roller mit SIM-Karten ausstatten. So soll eine Flotte entstehen, die man via App erreichen kann. Künftig soll man dann wie beim Carsharing nach einem Roller in seiner Nähe suchen, ihn ausleihen und dann am Zielort abstellen können. Es wird das erste e-Mobility Sharing System mit der neuen Fahrzeugklasse PLEV (Personal Light Electric Vehicle) in Europa sein.

Herstellervideo zum EGRET Ten

Weitere Infos zum EGRET Ten und weiteren Modellen erhalten Sie auf der Seite des Herstellers unter https://www.my-EGRET.com

 

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Sebastian Pfister
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