Ein gebrauchter Tag | Kissinger SC mit verdienter Niederlage gegen Herrsching

Die Kissinger Handball-Damen haben ihr Heimspiel gegen Herrsching mit 19:24 (8:14) verloren. Damit müssen die Handballerinnen ihren Gegner in der Landesliga wieder vorbeiziehen lassen.

Mit zwei Siegen aus den letzten drei Spielen hatte sich der SC im Kampf um den Klassenerhalt an Herrsching vorbeigeschoben. Vor dem Heimspiel am Sonntag war Kissing Neunter, einen Zähler betrug der Vorsprung auf seinen nächsten Gegner.

Doch den Damen missriet die Anfangsphase gehörig. Nach dem 2:1 in der fünften Minute vergab Kissing einen Siebenmeter und einen freien Wurf vom Kreis. Vorne hakte es jetzt gehörig, das dritte Tor gelang erst sechs Minuten später. Herrsching konnte zudem gelegentliche defensive Abstimmungsprobleme ausnutzen. Kissing bekam anfangs den Kreisläufer nicht in den Griff und hatte vor allem gegen die Halben so seine Probleme. Vorne verhinderten Fehlpässe und falsche taktische Entscheidungen mehr, zudem hatten die Torfrau der Gäste einen ausgezeichneten Tag erwischt.

Bis zum 6:8 nach 17 Minuten konnten die Gastgeberinnen den Schaden noch einigermaßen in Grenzen halten. Doch fast neun Minuten ohne eigenes Tor ließen den Gegner danach bis auf 6:12 davonziehen. Zur Pause war Kissing bereits mit 8:14 zurück, die Damen präsentierten sich weiterhin unkonzentriert und sehr fehleranfällig.

Eine defensive Umstellung half ihnen aber im zweiten Durchgang. Da Herrsching gleich 13 Minuten lang brauchte, um seinen ersten Treffer nach dem Wiederbeginn zu erzielen, keimte mit dem 12:14 Zwischenstand kurzfristig wieder Hoffnung auf eine Wende auf. Die neue

5 – 1 – Formation in der Abwehr konnte dann aber wenig ausrichten, denn in der Folge gab Kissing mehrfach leichtfertig den Ball her und kassierte gleich vier Konter nacheinander.

Offensiv sorgte die neue Mitte Melanie Pusch gemeinsam mit den Halben Franzi Osterhuber und Anne Huber für etwas mehr Betrieb.

Die Fehlerquote bei Anspielen oder Abschüssen blieb dennoch zu hoch, um wirklich eine Wende herbeiführen zu können. Herrsching konnte sich eine schwache Chancenverwertung erlauben, nach dem 13:19 Zwischenstand neun Minuten vor dem Ende war dennoch eine Vorentscheidung zugunsten der Gäste gefallen.