In einem früheren Fabrikgebäude in Mering soll ein Ankerzentrum entstehen. Die als Außenstelle für das überlastete Ankerzentrum Donauwörth vorgesehene Einrichtung soll Platz für fast 180 Flüchtlinge bieten.

Dies sorgt für Unruhe in der Marktgemeinde. In der morgigen Gemeinderatssitzung werden die Pläne der Regierung von Schwaben intensiv behandelt werden. Zahlreiche Räte, aber auch viele Bürger machen sich Sorgen. Besonders verwundert ist man aber über die Art und Weise, wie man von dem Vorhaben erfahren habe. Die meisten Meringer haben ihre ersten Informationen nur aus den Medien, nun wünscht man sich in der morgigen Sitzung mehr Details zu erhalten.

Landtagsabgeordneter organisiert „Brandgespräch“ mit Innenminister

Foto: Marc Wiedenmann

Der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko (siehe Foto) hat nun zu dieser Thematik ein Gespräch mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann für den kommenden Mittwoch organisiert. Auch Landrat Dr. Klaus Metzger, Merings 1. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler sowie ein Vertreter der Regierung von Schwaben werden an dieser Runde ebenfalls teilnehmen.

Tomaschko möchte dem Innenminister nochmals die Belastungssituation des Marktes Mering verdeutlichen. Diskutiert werden sollen unter anderem folgende Punkte: die fragwürdige Eignung von Mering als Standort, eine deutlich geringere maximale Belegungszahl, die Unterbringung ausschließlich von Familien um Konflikte zu vermeiden sowie eine personelle Aufstockung der Polizeiinspektion Friedberg. Fragen die seit Tagen durch Mering geistern, auf die die Bevölkerung nun eine Antwort haben möchten.

Weitere Dependancen bestehen bereits

Neben der geplanten Außenstelle in Mering, gibt es bereits in Augsburg (Kobelweg und Inningen) Dependancen des Ankerzentrums in Donauwörth. Von dem ursprünglichen Gedanken in der ehemaligen Erstaufnahmeeinrichtung möglichst alle auf Schwaben zugewiesenen Flüchtlinge unterzubringen, bis sie in Kommunen verteilt oder aber in ihr Herkunftsland abgeschoben werden, wurde also schon vor einizger Zeit abgewichen.

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