Eine klare Angelgenheit | EHC Königsbrunn verliert zuhause gegen Klostersee

Mit 1:5 verliert der EHC Königsbrunn sehr deutlich sein Heimspiel gegen den EHC Klostersee. Dabei konnten die Brunnenstädter nur in den ersten Minuten mit den Gästen aus Grafing mithalten.

Die gegnerischen Stürmer waren brandgefährlich und schwer zu stoppen | Foto: Horst Plate

EHC-Coach Fabio Carciola musste in der Begegnung neben den Verletzten Matthias Forster, Alexander Strehler und Christian Wittmann auch noch auf Ralf Rinke verzichten, der Aufgrund seiner zehnminütigen Strafe aus dem Freitagsspiel aussetzen musste. Im Tor stand wie auch schon in Passau Jennifer Harß.

Beide Mannschaften starteten vorsichtig in die Partie und gingen keine unnötigen Risiken ein. Königsbrunn wirkte von Anfang an nicht so spritzig wie in der Freitagsbegegnung, die Gäste erarbeiteten sich mit der Zeit die besseren Torchancen. Wie erwartet präsentierten sich Klostersee kompakt und kämpferisch stark, die Grafinger gaben von Anfang an Vollgas und versuchten in das Drittel der Königsbrunner zu drücken. Das 0:1 der Gäste in der 14. Minute fiel etwas überraschend, war aber aufgrund der besseren Chancen nicht unverdient. Königsbrunn bemühte sich um den schnellen Anschluss, doch die Gäste standen defensiv sehr gut und waren in den Zweikämpfen meist überlegen. Bis zum Drittelende fielen aber keine weiteren Treffer mehr.

Nur selten konnte der EHC sich vor dem Tor der Gäste festsetzen | Foto: Horst Plate

Im zweiten Spielabschnitt waren die Gäste die klar bessere Mannschaft und kontrollierten das Spiel. Königsbrunn zeigte nicht wie sonst sein gutes und schnelles Spiel, der Puck fand nur selten sein Ziel. Bei Klostersee hingegen lief die Scheibe gut und die Pässe fanden immer einen Abnehmer. Beim 0:2 in der 26. Spielminute war Torfrau Jennifer Harß chancenlos, als sie ausgespielt wurde und der Gegner sträflich freistand. Erst Mitte des zweiten Drittels erarbeitete sich Königsbrunn eine klare Torchance, blieb danach aber weiterhin hinter den Erwartungen zurück. In der 38. Spielminute hatten die Brunnenstädter Überzahl, kassierte aber nach Scheibenverlust einen Konter und mussten sogar das 0:3 hinnehmen. Bitter für Königsbrunn, dass der zwischenzeitlich mit einer zehnminütigen Disziplinarstrafe verwarnte Trainer Carciola von der Bank aus mit dem Schiedsrichter haderte und sich so nochmal eine Spieldauerstrafe einfing. Zwei Minuten später machte Klostersee in einer Vier gegen Vier-Situation den Sack zu und erzielte sogar noch das 0:4.

Erst ordentlich gespielt, dann zuviel gestritten. Spielertrainer Carciola (schwarz) musste vorzeitig unter die Dusche. | Foto: Horst Plate

Auch im letzten Spielabschnitt war zunächst nur wenig von Königsbrunn zu sehen. Die Gäste waren weiterhin tonangebend, doch nach 50 Minuten wirkten auch die Grafinger müde. Der gegnerische Coach nahm eine Auszeit, nur Sekunden danach ließ Dominik Auger das Königsbrunner Publikum jubeln, als er zum 1:4 einschoss. Kurz darauf hatte Königsbrunn sogar die Möglichkeit, in Überzahl das Spiel nochmal zu drehen, doch Klostersee überstand die Strafzeit schadlos. Vier Minuten vor Spielende machten es die Gäste besser und trafen in eigener Überzahl zum 1:5, Torschütze war der Ex-Panther Bob Wren. Bis Spielende fielen keine weiteren Treffer, so dass Klostersee auch in der Höhe verdient in der Brunnenstadt gewinnt.

Die Gäste entführen somit verdient drei Punkte gegen müde Königsbrunner, die einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten und nicht ihr gewohnt starkes Spiel aufziehen konnten. Trainer Fabio Carciola muss nach seiner Strafe wohl zwei Partien aussetzen und wird im nächsten Spiel definitiv fehlen. Die Gäste zeigten eine starke Leistung und waren Königsbrunn in allen Belangen überlegen. Konsequenzen hat die Niederlage aber noch nicht, denn die Brunnenstädter bleiben weiterhin auf dem dritten Tabellenrang.