Der Unihonig ist da! | Universität Augsburg fördert Artenvielfalt auf ihrem Campus und erzeugt eigenen Honig.

Artenvielfalt ist ein wichtiges Thema an der Universität Augsburg. Ganz im Sinne einer weiteren Förderung der Biodiversität auf dem Campus waren im Sommer 2018 für einige Wochen Bienenvölker aus Zusmarshausen zu Gast auf dem Universitätsgelände, speziell in dessen zahlreichen Linden. Den von den Bienen während ihres Gastaufenthalt emsig aus den Linden gesogenen Honig gibt es nun als Unihonig zu kaufen.

Kooperationspartner der Universität Augsburg bei diesem außergewöhnlich süßen Projekt ist der Imker Florian Gräubig. In den Wochen der Lindenblüte verfrachtete er seine Bienenkästen von Zusmarshausen unter den Lindenbestand des Universitätscampus. Den Rest erledigten die Bienen ganz von selbst, indem sie aus dem, was sie an Blütennektar und Honigtau vorfanden, ca. 500 Kilogramm Lindenhonig machten, der sich durch sein frisches, minziges Aroma auszeichnet.

Artenvielfalt auf dem Augsburger Universitätscampus

Rund um das Gebäudes des Wissenschaftszentrums Umwelt (WZU) blüht auf dem Augsburger Campus seit 2013 bereits die sogenannte Lechheide. Sie beheimatet selten gewordene Pflanzen und Tiere. Regelmäßig wird hier z. B. der Bläuling gesichtet, ein selten gewordener kleiner blauer Schmetterling. Auch um ein Zeichen gegen das Insektensterben zu setzen, wurden im zurückliegenden Sommer Bienen auf den Universitätscampus geholt. Sie sind ein wichtiger Indikator für das Wohlergehen von Insekten.

Für seine Bienen, so Imker Gräubig, sei der Aufenthalt auf dem Universitätscampus „wie ein kleiner Urlaub“ gewesen, denn: „Ungespritzte Futterplätze für die Bienen lassen sich immer schwerer finden, für die Bienen werden nicht nur die Insektenvernichtungsmittel zum Verhängnis, sondern auch die Fungizide und Herbizide, die viele Landwirte einsetzen.“

Umwelt und Nachhaltigkeit an der Universität Augsburg

Projekte wie der Unihonig oder die Beweidung des Campusgeländes durch Schafe verankern das Thema Nachhaltigkeit, mit dem sich die Universität in Forschung und Lehre seit mehr als zwei Jahrzehnten befasst, auch im universitären Alltag von Beschäftigten und Studierenden.„Wir möchten am Beispiel der Bienen auf unserem Campus zeigen, dass man auch in seinem direkten Umfeld nachhaltig handeln kann“, erklärt Präsidentin Sabine Doering-Manteuffel.