Es bleibt friedlich beim Wahlkampfauftritt von AfD-Politikerin Beatrix von Storch in Augsburg

Am vergangenen Samstag hatte der Bundestagsdirektkandidat der Augsburger AfD, Markus Bayerbach, in das Zeughaus eingeladen. Als Rednerin konnte er für seine Veranstaltung die umstrittene Europaabgeordnete Beatrix von Storch gewinnen. Von Protesten begleitet konnte der Abend friedlich über die Bühne gehen.

AfD-Stadtrat Markus Bayerbach. | Foto: Wolfgang Czech

Die Stadt Augsburg konnte und wollte Markus Bayerbach und seiner Alternative für Deutschland den Auftakt in den Bundestagswahlkampf im Zeughaus nicht verwehren (wir berichteten). Als Rednerin für seine Veranstaltung hatte der Augsburger Stadtrat Beatrix von Storch gewinnen können. Die Europaparlamentarierin ist in weiten Kreisen der Bevölkerung ist sie aufgrund ihrer oftmals sehr provokanten Äußerungen mehr als umstritten. Etwa 100 Anhänger ihrer Partei waren zu ihrem Vortrag über die „Medienpolitik“, der vor allem eine Abrechnung mit den öffentlich-rechtlichen Anstalten wurde, gekommen. Natürlich kamen auch weitere für die AfD typische Themen wie die „Islamisierung“ zur Sprache. Wohlwollender Applaus der Anwesenden begleitete den Vortrag. Gegen 22 Uhr verließ von Storch das Zeughaus durch einen Hinterausgang.

Rund 80 Gegendemonstranten auf dem Zeughausplatz bekamen sie so nicht zu sehen. Anders als bei den Krawallenächten in Hamburg, verlief die Demonstration gegen die Rechtspopulistin geordnet und friedlich. Auch die Jusos beteiligten sich an der Demo.

„Nach Frauke Petry und Alice Weidel besucht damit bereits die dritte einflussreiche Rechtspopulistin die Fuggerstadt. Für uns Jusos war klar, dass wir auch bei von Storchs Besuch ein Zeichen gegen rechte Hetze und reaktionäres Denken setzen wollen. Deshalb haben wir uns an der Demonstration beteiligt.“, stellt Silke Högg, Vorsitzende der Jusos Augsburg, klar. „Unsere Stadt soll ein Ort der Akzeptanz und des Miteinanders sein, nicht der Spaltung.“

Erst Anfang des Monats war es alles nicht so friedlich verlaufen. Ein Wahlkampfstand der AfD in der Annastraße wurde von einer Gruppe aus dem linksradikalen Lager angegriffen. Aufgrund dieser Erfahrung hatte die Polizei die Veranstaltung am Samstag mit einigen Beamten begleitet und abgesichert.