Ganz schwach und doch weiter – FC Augsburg siegt im Pokal bei Holstein Kiel

Nach einer erschreckend schwachen Leistung genügte dem FC Augsburg ein guter Angriff gegen Holstein Kiel für den Einzug in das Pokalviertelfinale.

Andre Hahn und seine Mitspieler zeigten ein ganz schwache Partie

Das Positive zuerst: Der FC Augsburg ist nach einem späten Tor von Michael Gregortischt mit einem 1:0 bei Holstein Kiel in das Pokalviertelfinale eingezogen. Über 900 FCA-Schlachtenbummler boten ein grandiose Stimmung. Der erst in der letzten Woche verpflichtete Innenverteidiger Recce Oxford zeigte eine starke Leistung. Doch das war schon alles.

Der FC Augsburg bot wieder einmal eine erschreckende Leistung an. Über weite Strecken der Partie war der ohne sieben verletzte und angeschlagene Spieler ( Framberger, Luthe, Gouweleeuw,Finnbogason, Moravek, Koo, Schmid) angetretene Bundesligist dem Zweitligafünften klar unterlegen. Holstein Kiel war vor eigenem Publikum das spielbestimmende Team. Zwar hatte der FCA bereits nach drei Minuten die erste Chance des Spiels durch Gregoritsch, doch er ließ danach nur noch wenig folgen. Wie schon in den Ligaspielen zog sich das Team von Trainer Manuel Baum auf Fehler des Gegners lauernd weit in die eigene Hälfte zurück und überließ es den Störchen das Spiel zu machen. Trotz des Erfolgserlebnisses vom Wochenende gegen Mainz wirkte die Mannschaft selbst gegen den klassentieferen Gegner mutlos und ohne Rezept. Zur Pause musste sich Augsburg glücklich schätzen, dass es trotz einer Vielzahl von bester Gelegenheiten für Kiel noch immer 0:0 stand.

Auch nach dem Seitenwechsel blies den Fuggerstädtern an der Ostsee ein eisiger Wind ins Gesicht. Der Sturmlauf des KSV ging weiter. Angriff um Angriff rollte nun auf das Tor von Gregor Kobel zu, dessen Vorderleute nichts entgegenzusetzen hatten. Nur selten wurden entscheidende Zweikämpfe gewonnen, wenn dies der Fall war, konnte aus der Balleroberung kein Kapital geschlagen werden. 103 Fehlpässe sind Zeugnis eines enorm schwachen Aufbauspiels. Am Ende zeigten auch die anderen Statistiken die Überlegenheit der Nordlichter klar auf, gebracht hat es ihnen allerdings nichts. Mit der einzigen guten Aktion gelang Gregoritsch nach guter Vorarbeit des eingewechselten Jensen das erlösende 1:0 (85.). Kiel wurde für den Wucher mit seinen 15 teils hochkarätigen Torchancen bestraft. Noch in den letzten Atemzügen der Partie vergab der in der Schlussphase eingewechselte koreanische Nationalspieler Lee frei vor Kobel stehend. Statt eines Querpasses wäre nur ein kleiner Schieber in Torrichtung zum Ausgleich nötig gewesen. So blieb es am Ende beim sicher nicht verdienten, aber wohl gerechtfertigten Augsburger Siegs. In ein Pokalviertelfinale zieht man halt nur ein, wenn man auch mindestens ein Tor macht.