Gersthofer Backbetriebe stellen Antrag auf Schutzschirmverfahren

Die Geschäftsführung der Gersthofer Backbetriebe GmbH hat einen Antrag auf ein Schutzschirmverfahren am zuständigen Amtsgericht München gestellt. Der Geschäftsbetrieb des Backbetriebes wird uneingeschränkt fortgeführt.

Die nächsten Monate werden wie jedes Jahr als umsatzstarke Monate für das Unternehmen erwartet und sind daher für die Umsetzung der Sanierung eine gute Grundlage. „Die Kunden und Geschäftspartner können weiterhin auf die gewohnt hohe Qualität der Produkte vertrauen. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten wurde bereits informiert und werden im weiteren Prozess eng eingebunden“, heißt es in einer Mitteilung.

Die Gersthofer Backbetriebe sind eine der führenden regionalen Großbäckereien im süddeutschen Raum. Die bisherige Kernkompetenz des Unternehmens ist die Kombination aus Vollsortiment und einer täglichen Belieferung an die Filialen und Zentralläger des Lebensmitteleinzelhandels mit frisch und komplett fertig gebackenen, verpackten, Backwaren. Dazu der Geschäftsführer Dr. Benedikt Grebner: „Qualitativ hochwertiges Brot ist am Markt weiterhin gefragt, muss sich aber heute billigen Aufback-Alternativen stellen. Hierauf müssen wir das Unternehmen neu ausrichten.“

Der Markt für Backwaren befindet sich in einem Umbruch, welcher sich zuletzt weiter verschärft hat. Frische, hochwertige Backwaren, wie sie die Gersthofer Backbetriebe herstellen, werden im Lebensmitteleinzelhandel immer weniger nachgefragt. Der Trend bei den Großkunden und Handelsketten, insbesondere im Discount, geht zu kostengünstigeren Aufback-Stationen, in welchem die Backwaren (zumeist aus Tiefkühlware) aufgebacken werden.