Glänzende Halbjahres-Bilanz – Spitzenergebnis für den Tourismus in Schwaben

Der Tourismus in Schwaben boomt weiter. Im ersten Halbjahr 2018 konnte ein neues Spitzenergebnis bei Gästeankünften und Übernachtungen erzählt werden. Für die Zukunft steht man aber auch im Allgäu und Bayerisch-Schwaben vor großen Herausforderungen.

Neuschwanstein ist eines der bedeutensten Ziele für Touristen und Tagsreisende.

Ein neues Spitzenergebnis für den Tourismus in Schwaben: Mit einem Plus von 6,9 Prozent bei den Gästeankünften und 5,7 Prozent bei den Übernachtungen* dokumentieren die Halbjahreszahlen des Statistischen Landesamtes ein weiteres Mal die große Beliebtheit der Regionen Allgäu und Bayerisch-Schwaben.
Auch im bayerischen Vergleich liegt Schwaben gemeinsam mit München-Oberbayern liegt ganz vorn. „Diese Zahlen sind hervorragend“, freut sich der Vorsitzende des Tourismusverbands Allgäu/Bayerisch-Schwaben, Klaus Holetschek, MdL, „aber jetzt gilt es, den Tourismus für die Zukunft zu gestalten, denn die aktuellen Herausforderungen sind groß.“
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­Fachkräftemangel im Fokus

Gerade im Tourismus sei der Arbeitskräftemangel voll ankommen und beschäftige große Leistungsträger wie das LEGOLAND® bei Günzburg genauso wie kleine Hotellerie- und Gastronomiebetriebe überall in der Region. „Wir brauchen eine breit angelegte Initiative gegen den Fachkräftemangel“, fordert Klaus Holetschek deshalb. Politik, Verbände, Leistungsträger – hier müssten alle an einem Strang ziehen, um mit sinnvollen Konzepten wirkungsvoll gegensteuern zu können.

Das Legoland steht im Fokus vieler Familien | Foto: Dominik Mesch

Vernetzung gefragt

Bei vielen weiteren Herausforderungen für den Tourismus setzt der Verbandsvorsitzende ebenfalls auf Kooperation und Vernetzung. Große Erwartungen hat er hier an das neue Kompetenzzentrum Tourismus, das in Kempten angesiedelt werden wird. „Wir müssen wichtige Weichen im Tourismus stellen – vor allem Richtung Qualität statt Quantität“, sagt Holetschek, der auch als Vorsitzender des Bayerischen Heilbäder-Verbands fungiert.

Insbesondere nennt er die Förderung von alternativer Mobilität, die Unterstützung von Klein- und Privatvermietern etwa bei der Digitalisierung sowie das Thema Breitband- und Mobilfunkabdeckung. „Es geht darum, in all diesen Bereich zukunftsfähig zu bleiben und die touristische Wertschöpfung langfristig zu sichern – im Einklang mit Mensch und Natur, so wie es auch das touristische Leitbild Bayerns formuliert.“ Und Holetschek betont, hier sei innovativer Input und kritische Begleitung durch den Dialog mit der Wissenschaft und Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft gefragt.

Statistik-Details für Allgäu und Bayerisch-Schwaben

Laut Bayerischem Landesamt für Statistik verbuchte die Teilregion Allgäu des Tourismusverbands im ersten Halbjahr 2018 einen Anstieg von 5,2 Prozent bei den Gästeankünften und 4,9 Prozent bei den Übernachtungen. Bayerisch-Schwaben (= Regierungsbezirk Schwaben OHNE Allgäu) kam auf +10,4 Prozent bzw. +9,0 Prozent bei diesen beiden touristischen Indizes.

*Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, Erfassung von Betrieben mit mehr als zehn Betten sowie Campingplätze.