Günzburg | Sechs neue Lademöglichkeiten für Elektro-Autos

Auf dem Schloßplatz, am Parkplatz in der Schlachthausstraße, am Kurzzeitparkplatz am Bahnhof, in der Tiefgarage „Stadtberg“ sowie am Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Günzburg KU (SWG) stehen neue Ladesäulen für Elektro-Autos bereit. Für den Betrieb kooperieren Stadtverwaltung und SWG mit der Lechwerke AG (LEW). Damit steigt die Anzahl an Ladepunkten im Stadtgebiet auf 27.

Die Stadt und die Stadtwerke zahlen für sechs Jahre einen monatlichen Mietpreis an den Energieversorger. Darin inbegriffen sind unter anderem der Netzanschluss, die Installation und Wartung. Gleichzeitig wird der Bau der Ladestationen durch das „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Dabei werden Ladesäulen, die öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden, unterstützt.

Bei den neuen Ladestationen handelt es sich um fünf Wechselstrom(AC)-Ladestationen und eine Gleichstrom(DC)-Ladestation. Diese steht am Bahnhof und ergänzt die dortige AC-Ladestation. Hier können die Günzburger Bürger, Touristen oder Durchreisende ihr EMobil in kürzester Zeit voll beladen. Maximal eine halbe Stunde dauert das Aufladen der Akkus dort, weiß der Klimaschutzmanager der Stadt Günzburg, Roman Holl, zu berichten.

„Wir wollen als ausgezeichnete europäische Energie-und Klimaschutzkommune Infrastruktur bereitstellen, die es für unsere Bürgerinnen und Bürger attraktiv macht, auf den Verbrennungsmotor zu verzichten und auf Elektro-Autos umzusteigen“, erklärt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig den Ausbau. Mit der schnellen Umsetzung des Ladeinfrastrukturkonzeptes nimmt Günzburg in Nordschwaben eine Vorreiterrolle ein, vor allem bzgl. der Ladesäulendichte in mittelgroßen Städten: 27 Ladepunkte stehen nun bereit.

„Bei der Standortwahl der neuen E-Ladesäulen haben wir einerseits berücksichtigt, wo nur geringe Tiefbaueingriffe nötig sind und wo der Stromleitungsverlauf bereits passt. Andererseits sollten die Standorte in der ersten Ausbaustufe räumlich nah aneinander liegen“, führt Ordnungsamtsleiter Georg Weishaupt aus. Falls ein Ladepunkt belegt sein sollte, liegt der nächste nicht weit entfernt.

Für LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ganz entscheidend für den Erfolg der Elektromobilität. „Mit unseren 270 Ladepunkten sind wir größter Betreiber öffentlicher Ladeinfrastruktur in der Region und Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Gerade in Günzburg konnten wir das Angebot nun deutlich erweitern: Neben den sechs Ladestationen in der Innenstadt haben wir auch eine weitere Gleichstrom-Schnellladestation beim Landgasthof Linde in Deffingen in Betrieb genommen. Durch die Lage an A8 und B16 ist auch dieser Standort für Fahrer von Elektroautos ideal.“