Holzernte im Lechauwald Augsburg-Haunstetten

Im Forstrevier Haunstetten läuft derzeit die Pflege des Waldes. Ein Harvester – eine vollautomatisierte Holzerntemaschine – durchforstet die Fichtenpartien eines Mischbestandes aus Nadel- und Laubbäumen.

Bild: Forstverwaltung/Stadt Augsburg

Etliche der Fichten tragen einen gelben Punkt, die Revierleiter Christian Ripperger einige Tage vorher ausgewählt und markiert hat: „Sie müssen als Konkurrenten für die sogenannten Zukunftsbäume weichen und werden zur Herstellung von Zellstoff und Papier an die Firma UPM in Augsburg geliefert. Wir legen großen Wert auf die regionale Vermarktung unseres Holzes und die Vermeidung langer Transportwege.“

Der Harvester sowie das Rückefahrzeug, mit dem die Stämme aus dem Wald geholt und zum Abtransport an den Forststraßen bereitlegt werden, sind mit Biohydrauliköl ausgestattet. „Dies ist eine Grundvoraussetzung, um die strengen Auflagen im Stadtwald Augsburg, der zugleich als Trinkwasserschutzgebiet fungiert und über 300.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgt, zu erfüllen und dort arbeiten zu dürfen,“ erklärt Bürgermeisterin Eva Weber, in deren Zuständigkeit als Finanz- und Wirtschaftsreferentin auch die Forsten fallen.

Ganz bewusst wird dieses schwache Holzsortiment maschinell geerntet. Effizienz, Kosten und auch Aspekte der Arbeitssicherheit sprechen für ein automatisiertes Arbeitsverfahren. Auch der Zeitpunkt der Holzerntemaßnahmen ist absichtlich auf den Hochwinter terminiert. Schäden an Bäumen, für den Waldboden und nicht zuletzt an den Forstwegen durch die großen, schweren Maschinen, lassen sich um diese Jahreszeit minimieren: Die Natur befindet sich im „Ruhemodus“, das Wachstum der Bäume ist unterbrochen und meist sind die Böden gefroren und damit auch tragfähig. Nicht zuletzt spielt auch der Artenschutz eine Rolle. Vor diesem Hintergrund beenden die Förster den planmäßigen Einschlag noch vor Beginn der Vogelbrutzeit am 1. März und weit vor dem Laubaustrieb.

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