IG Metall lässt streiken | Ledvance-Mitarbeiter in Augsburg protestieren nicht nur für mehr Geld

In den letzten Tagen hatte die IG Metall ihre Mitglieder verstärkt zu Streiks aufgerufen. Auch in Augsburg haben sich viele Mitglieder daran beteiligt. Während es in den meisten Werken primär um mehr Geld geht, steht bei Leuchtenhersteller Ledvance deutlich mehr auf dem Spiel.

Foto: Wolfgang Czech

 

„Lets talk about 6%“, so war es auf einem der Plakate zu lesen, das Streikende vor die Tore des Augsburger Premium Aerotec-Werks in Haunstetten mitgebracht hatten. 6% mehr Geld und die Möglichkeit die Arbeitszeit befristet für zwei Jahre auf 28 Wochenstunden zu reduzieren, so lauten die Forderungen der Gewerkschaft IG Metall im aktuellen Tarifstreik mit den Arbeitgebern. Diese sehen die Forderungen als überzogen an und bietet bislang zwei Prozent mehr Geld sowie eine Einmalzahlung von 200 Euro je Mitarbeiter an. Die Gewerkschaftsforderung zur befristeten Arbeitszeitreduzierung lehnt sie strikt ab und fordert sogar die Möglichkeit, die Arbeitszeiten eher auszudehnen. „Viele Angestellte und Arbeiter würden sich lieber mehr einbringen, um auch die mehr verdienen zu können“ heißt es von Arbeitgeberseite.

Die IG Metall möchte ihren Forderungen mit Warnstreiks Nachdruck verleihen. Auch in der Augsburg wurde in den letzten Tagen gestreikt. Bei MAN Diesel& Turbo, Renk, Eberle, Manroland web systems, MT Aerospace und Premium Aerotec etwa, aber auch bei Leuchtenhersteller Ledvance.

Ledvance-Mitarbeiter kämpfen um Arbeitsplätze

Während beispielsweise bei Flugzeugbauer Premium Aerotec die Auftragsbücher voll sind und sich keiner Sorgen um die Zukunft machen muss, sieht dies an der Berliner Allee anders aus. Ledvance plant das traditionsreiche frühere Osram-Werk zu schließen. Nicht profitabel und zukunftsorientiert genug sei man dort aus Sicht der neuen Eigner. Den dortigen Gewerkschaftsmitgliedern geht es bei ihren Streikmaßnahmen also nicht „nur“ um das liebe Geld, sondern schlicht um den Erhalt der Arbeitsplätze. Etwa 650 Menschen sind dort aktuell noch beschäftigt. Während man von Seiten der Konzernleitung die (Teil-) Schließung als alternativlos ansieht, liegen nun weitere Vorschläge zu einem Umbau des Werks vor. Mit den von der Arbeitnehmerseite vorgelegten besteht die Hoffnung, das Werk für die Zukunft fit machen und die Arbeitsplätze erhalten zu können. Auch das sogenannte Bündnis für Arbeit unter Federführung der Stadt Augsburg sieht die Schließung nicht als abschließend notwendig an.

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