IT-Sicherheit in Krankenhäusern verbessern – Patientendaten müssen geschützt werden

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will erreichen, dass die IT-Sicherheit in den bayerischen Krankenhäusern weiter verbessert wird. Huml betonte am Mittwoch anlässlich einer Tagung der bayerischen Krankenhausdirektoren in Bad Wörishofen: „Patientendaten sind äußerst sensible Daten von einem Menschen. Der Schutz der IT-Systeme für alle Krankenhäuser muss daher mit hoher Priorität vorangetrieben werden.“

Ministerin Huml | Foto: Wolfgang Czech

Die Ministerin fügte hinzu: „Um die Krankenhäuser zu unterstützen, beabsichtigt die Bayerische Staatsregierung, im Rahmen der Initiative ‘Bayern digital II‘ ein Projekt zum Thema ‘Smart Hospital’ zu initiieren. Ziel soll es sein, ab 2018 zunächst Erkenntnisse über den Stand der IT-Ausstattung und IT-Anwendung insbesondere im Bereich der Sicherheitstechnik in den bayerischen Krankenhäusern zu gewinnen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.“

Huml warnte: „Die Risiken durch Cyber-Attacken dürfen nicht unterschätzt werden. Denn selbstverständlich nutzen auch Krankenhäuser digitale Medien längst zur internen und externen Kommunikation. Klar ist zudem: Bei einem Krankenhausaufenthalt entstehen sehr sensible und persönliche Daten – zum Beispiel Diagnosen, Untersuchungsergebnisse und Therapieempfehlungen. Auch deshalb ist es Aufgabe der Krankenhäuser, ausreichend Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.“

Die Ministerin verwies zugleich darauf, dass der Freistaat Bayern verlässlicher Partner der Krankenhäuser ist. Huml erläuterte: „Am Montag dieser Woche haben Finanzministerium und kommunale Spitzenverbände eine Anhebung des Krankenhausförderetats für 2018 um 140 Millionen Euro auf rund 643 Millionen beschlossen. Das ist ein starkes gesundheitspolitisches Signal für die Krankenhäuser, vor allem aber auch für die Patienten in Bayern! Das schafft zusätzlichen finanziellen Spielraum für notwendige Investitionen.“

Huml fügte hinzu: „Klar ist: Wir brauchen auch in Zukunft ausreichend Finanzmittel für die Modernisierung unserer bayerischen Krankenhäuser. Nur mit zeitgemäßen Gebäuden und einer modernen Infrastruktur in unseren Kliniken können wir die qualitativ hochwertige und flächendeckende stationäre Versorgung der Menschen in Bayern aufrechterhalten und die Herausforderungen des medizinischen Fortschritts bewältigen.“

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