Jamaika-Sondierer einigen sich auf umfassende Familienleistungen

Die künftigen Jamaika-Koalitionäre haben sich in ihren Sondierungsgesprächen offenbar auf umfassende Leistung für Familien geeinigt. Das Paket soll laut eines Berichts der „Welt“ (Mittwoch) neben dem Recht auf Ganztagsbetreuung für Schulkinder auch eine Erhöhung des Kindergelds sowie des sogenannten Kinderzuschlags enthalten. Die Vorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz, sprach von einem Dreiklang aus Entlastungen, Zeit und Infrastruktur, der Familien zugute kommen solle.

Vater, Mutter, Kind, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Vater, Mutter, Kind, über dts Nachrichtenagentur

„Dazu gehört für mich eine Kindergelderhöhung von 25 Euro und eine Erhöhung des Kinderfreibetrags“, sagte die CDU-Politikerin der Zeitung. „Mit einer Reform des Kinderzuschlags für einkommensschwache Familien könnte daraus eine runde Sache werden.“ Die genaue Leistungserhöhung steht wie alle geldwerten Vorhaben noch unter dem Finanzierungsvorbehalt.

Auf einen Pakt zur Bekämpfung von Kinderarmut hatten sich die künftigen Koalitionäre grundsätzlich bereits in der ersten Sondierungsrunde einigen können. Neben der Erhöhung von Kindergeld und Kinderfreibetrag soll künftig vor allem der Kinderzuschlag reformiert und dadurch unbürokratischer gestaltet werden. Der Kinderzuschlag in Höhe von derzeit maximal 170 Euro wird zusätzlich zum Kindergeld an Geringverdiener gezahlt und gilt als sehr effiziente Maßnahme zur Bekämpfung von Kinderarmut. Allerdings ist das Antragsverfahren extrem bürokratisch und kompliziert, entsprechend niedrig ist die Zahl der Familien, die die Leistung trotz Berechtigung tatsächlich auch in Anspruch nimmt.

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