Kanuslalom | Augsburger Canadier-Spezialist Sideris Tasiadis holt den Gesamtweltcup

Am zweiten Tag des Kanuslalom-Weltcupfinals in La Seu d’Urgell (Spanien) haben auch Ricarda Funk und Sideris Tasiadis den Gesamtweltcupsieg unter Dach und Fach gebracht. Das Team des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) konnte damit drei der fünf Kategorien in dieser Saison für sich entscheiden, belegte in einer weiteren Rang zwei.

Sideris Tasiadis konnte den Gesamtweltcup gewinnen

Im Kajak-Einer der Damen war Ricarda Funk (Bad Kreuznach) auch im fünften Rennen der Saison nicht zu schlagen, paddelte zu ihrem vierten Sieg in Serie und einem souveränen Erfolg in der Gesamtwertung. Auch beim Weltcupauftakt in Prag hatte sie mit Bronze auf dem Podium gestanden. „Ich kann es einfach gar nicht glauben, bin einfach nur megahappy. Im Finale musste ich ein wenig auf Risiko gehen, die Tore fünf und sechs waren eine schwierige Kombination. Dann habe ich einfach versucht, eine Hammerlinie zu fahren und einfach alles gegeben. Dass es am Ende eine so gute Zeit wird, damit hätte ich nicht gerechnet“, sagte Ricarda Funk, die wie vor einer Woche vor der australischen Olympiadritten Jessica Fox (Australien) gewann. Dritte wurde heute auf ihrer Heimstrecke Olympiasiegerin Maialen Chorraut (Spanien). Jasmin Schornberg (Hamm) schied als Zwölfte im Halbfinale aus, Caroline Trompeter (Hanau) und Lisa Fritsche (Halle/S.) bereits am Freitag in der Qualifikation.

Im Canadier-Einer der Herren fuhr Sideris Tasiadis (Augsburg) heute als Vierter zum ersten Mal in dieser Weltcupsaison knapp am Podium vorbei – 0,37 Sekunden fehlten zu Bronze, sein Erfolg im Gesamtweltcup blieb trotzdem ungefährdet. Den Tagessieg im letzten Rennen sicherte sich der Slowene Benjamin Savsek, der vor Alexander Slafkovsky (Slowakei) und Martin Thomas (Frankreich) gewann. „Ich bin ziemlich froh darüber, dass ich jetzt den Gesamtweltcup gewonnen habe, nach vier Jahren ist dies jetzt mein zweiter Gesamtweltcupsieg. Ich bin sehr, sehr glücklich darüber. Mittlerweile habe ich auch wieder richtig Spaß am Boot fahren, weil ich in den Wettkämpfen so konstant in der Spitze mithalten kann, das war in den vergangenen Jahren nicht so. So ein Ergebnis möchte ich natürlich bei der WM bestätigen, es wäre ein Traum, eine WM-Medaille zu holen“, sagte Sideris Tasiadis. Franz Anton (beide Leipzig) schied als 23. im Halbfinale aus, sein Vereinskollege Nico Bettge bereits am Freitag als 39. in der Qualifikation.

Zuvor hatten bereits Robert Behling/Thomas Becker (Schkopau) mit einem weiteren Tagessieg den Gesamtweltcup geholt. Sebastian Schubert wurde bei den Kajak-Herren Zweiter der Gesamtwertung. „Das ist natürlich ein insgesamt superstarkes Ergebnis mit dreimal Gold und einmal Silber in fünf Kategorien. Unsere Besten hatten über die gesamte Weltcupsaison eine hohe Konstanz. Natürlich hatten wir erstmals auch den Vorteil von zwei Heimweltcups, aber wir waren auch in Tschechien, Italien und hier in Spanien erfolgreich, sonst wären diese Erfolge nicht möglich gewesen“, sagte DKV-Cheftrainer Michael Trummer. „Jetzt hoffe ich, dass wir die Form bis zur WM halten können und nicht zu selbstsicher werden, dass diejenigen, die die Finals knapp verpasst haben, vielleicht noch ein wenig zulegen können. Natürlich wird es in Pau zur WM dann auch wieder schwierig, wenn die Entscheidung über den wichtigsten Titel der Saison in nur einem Lauf fällt.“

Quelle: DKV

Im Fokus

Vorsicht vor Scheinrabatten: So viel können Verbraucher am Black Friday wirklich sparen

Sie sind Festtage für Schnäppchenjäger und Höhepunkte im Weihnachtsgeschäft: Pünktlich zum Black Friday (24. November) und Cyber Monday (27. November) senken auch dieses Jahr wieder viele Händler ihre Preise und setzen Millionen um. Glaubt man der Werbung, können Verbraucher mancherorts bis zu neunzig Prozent sparen. Doch stimmt das wirklich?