Keine Gnade für den Abstiegskandidaten | TSV Haunstetten siegt in Rothenburg

Der TSV Haunstetten gewinnt auswärts beim stark abstiegsgefährdeten TSV Rothenburg nach einem starken Schlussspurt mit 29:26 (13:13).

Stark ersatzgeschwächt traten die Bayernligaherren des TSVH am Samstag ihre Reise nach Mittelfranken an. Raphael Jankrift fehlte krank,Maximilian Manz fällt nach einer Operation für den Rest der Saison aus und Daniel Fischer musste aufgrund von Problemen mit dem Knie passen; wenigstens konnte Alexander Horner – wenn auch angeschlagen – für sein Team auflaufen.

Dennoch will man, wie vergangene Woche schon angekündigt, die restlichen Saisonspiele nicht herschenken, sondern weiter Punkte im Kampf um die Spitzenplätze sammeln. Gegen Rothenburg bedeutete das die spielerische Überlegenheit und Schnelligkeit gewinnbringendeinzusetzen und defensiv gegen die großgewachsenen Gastgeber seinen Mann zu stehen. Doch im ersten Durch gang war von dem Plan der Gäste wenig zu sehen; im Gegenteil. Während Haunstetten im Angriff einzig und allein mit Ideenlosigkeit, pomadigem Spiel und schlechter Chancenverwertung auffiel, spielte Rothenburg die Augsburger Defensive schwindlig. Der Ball lief schnell, Haunstetten hatte mehrfach das Nachsehen und konnte sich bei Alex Rothfischer im Tor bedanken, dass es zur Halbzeitpause 13:13 stand.

Der Pausentee tat den Augsburgern sichtlich gut, denn mit dem Anpfiff des zweiten Durchgangs zeigte der TSVH ein anderes Gesicht. Angeführt von einem nun überragend aufspielendem Max Schnitzlein setzte man sein gefürchtetes Tempospiel um und erarbeitete sich so die erste 2-Tore Führung im Spiel. Dennoch blieb das Spiel bis in die Schlussphase hinein weiter spannend. Haunstetten schaffte es weiterhin nicht sich einen beruhigenden Vorsprung zu erarbeiten. Die Vorentscheidung fiel dann zwischen der 50. und 54. Minute. Zunächst parierte Nachwuchskeeper Nico Feistle einen Strafwurf von Rothenburgs Topscorer  Jasarevic und als er wenig später beim Stand von 25:24 aus Haunstetter Sicht auch noch einen Gegenstoß abwehren konnte, war die Gegenwehr des Gastgebers gebrochen. Haunstetten machte in der Folge vier schnelle Tore und konnte sich beim 29:24 drei Minuten vor dem Ende somit seines Sieges sicher sein. Beim Stand von 29:26 ertönte die Schlusssirene und Haunstetten bejubelte zwei hart erkämpfte Punkte.

„Das war heute viel Kampf und Krampf… wir haben zunächst überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden. Eigentlich wollten wir diejenigen sein, die mit schnellem Spiel den Gegner ausspielen, doch genau das Gegenteil war der Fall. Rothenburg hatte einen Matchplan und hat den zunächst exzellent durchgezogen. Wenn Alex Rothfischer im ersten Durchgang nicht so gut gehalten hätte, wäre das Spiel womöglich schon zur Halbzeit verloren gewesen. Danach haben wir dann eine Reaktion gezeigt und uns in dieses Spiel gekämpft. Diese Einstellung der Mannschaft ist sehr lobenswert, denn im Gegensatz zu anderen Topteams dieser Liga, wollen wir bis zum Ende Gas geben und weiter Punkte sammeln,“ so Co-Trainer Ebert nach der Partie.

Nach dem letzten Auswärtsspiel der Saison stehen für den TSVH nun zum Abschluss noch zwei Heimspiele auf dem Programm. Kommenden Samstag ist dann der SV Anzing zu Gast. Die Mannschaft von Trainer Hubert Müller hat sich am Samstag durch einen deutlichen Sieg über Ismaning zwar auf Platz neun nach oben arbeiten können, doch der Schein trügt; auf Rang 12 und somit den potentiell letzten Abstiegsplatz trennen die Oberbayern lediglich zwei Punkte. „Von uns wird es für Anzing definitiv keine Geschenke geben,“ schickte Hannes Wiesner schon einmal eine Kampfansage gen München.

TSV: Rothfischer, Feistle (Tor); Schnitzlein (11); M. Horner (6);Wiesner, D. Link (je 3); A. Horner (3/1); Schaudt, F. Link, Albrecht(je 1); Kienle, Müller, Smotzek, Singer