Innenstadt – Am Samstagabend zündeten mehrere Unbekannte auf dem Königsplatz Böller und warfen diese auch in Richtung von Passanten. Eine 16-Jährige wurde dabei von einem abgelösten Teil eines explodierten Böllers am Kopf getroffen, weshalb sie über Schmerzen und Hörverlust klagte.

Symbolbild

Eine 17-Jährige wurde von einem Böller am Knie getroffen, blieb aber unverletzt. Ein 18- Jähriger, der einen Böller geworfen haben soll, wurde vor Ort durch eine Polizeistreife angetroffen, weitere Beteiligte flüchteten bereits vor Eintreffen der Beamten.

Zeugen werden gebeten, sich bei der PI Augsburg Süd unter Tel. 0821/323-2710 zu melden.

Göggingen – Bereits Freitagnachmittag alarmierte eine 52-Jährige die Polizei und meldete, dass sie selbst auf ihrem Balkon in der Peter- Henlein- Straße eine Feuerwerksrakete und Böller gezündet hätte. Grund für das „Geständnis“ war offenbar ein Mann vor ihrer Tür, der kurz zuvor beinahe von einem ihrer Böller getroffen wurde und nun die Frau offenbar zur Rede stellen wollte. Die Beamten klärten natürlich den Vorfall persönlich vor Ort.

Diese beiden Vorkommnisse waren an diesem Wochenende nicht die einzigen Vorfälle mit Feuerwerkskörpern/ Böllern in Augsburg und der Region.

Die Polizei Schwaben Nord hat – in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Augsburg – mittels Social Media über die Gefahren hinsichtlich dem Abbrennen von Feuerwerkskörpern hingewiesen. Feuerwerkskörper bzw. Böller dürfen nur am 31.12 und 01.01 abgebrannt werden. Diese in Richtung von anderen Personen abzufeuern bzw. zu werfen ist nicht nur extrem gefährlich, sondern auch strafbar. Bei Zuwiderhandlungen muss man sich – wie in den beiden geschilderten Fällen – u.a. wegen Verstoß nach dem Sprengstoffgesetz und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

In diesem Zusammenhang wird nochmals auf das Feuerwerksverbot in der Augsburger Innenstadt hingewiesen. Eine Pressemeldung hierzu erfolgte bereits am 27.12.2018 durch die Stadt Augsburg, welche das Verbot per Stadtverordnung bereits letztes Jahr ausgesprochen hat. Die Polizei wird auch dieses Jahr in der Silvesternacht verstärkt präsent sein.