Die Pläne der Bundesregierung zur Finanzierung der Förderung Künstlicher Intelligenz stoßen auf starken Widerspruch. Im Fokus steht die Ankündigung, statt drei Milliarden nur 500 Millionen Euro zusätzliche Mittel investieren zu wollen. „Die 2018 vorgestellte KI-Strategie hat den Eindruck erweckt, dass frisches Geld zur Verfügung gestellt wird“, sagte der Vorsitzende der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), Dietmar Harhoff, dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).

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Wenn nun dafür Geld aus anderen wichtigen Projekten umgelenkt werde „sieht die KI-Strategie plötzlich gar nicht mehr mutig aus“, kritisiert der Berater der Bundesregierung. Angesichts der großen Herausforderung für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Deutschland seien schon die angekündigten drei Milliarden Euro ein anständiger, aber kein üppiger erster Aufschlag. Von einer „politisch fragwürdige Prioritätensetzung“ sprach der Vorsitzende der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), der langjährige Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Es seien mehr und nicht weniger Mittel erforderlich. Kritik gab es auch von der Opposition. „Wie befürchtet, sind die angekündigten drei Milliarden Euro der Bundesregierung für Künstliche Intelligenz eine Luftnummer“, sagte die innovationspolitische Sprecherin der Grünen, Anna Christmann.