In den letzten vier Bundesligaspielen gab es für den FC Augsburg viel Lob, aber keinen Sieg. Jetzt möchte man lieber siegen, als in Schönheit zu sterben.

Framberger will lieber sch…spielen und gewinnen | Foto: Wolfgang Czech

„Wie kann man mehr Tore machen?“, diese Frage steht beim FC Augsburg vor dem Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen im Raum. In den letzten drei Bundesligapartien konnte man jeweils maximal einmal treffen, dazu kamen zu häufig eigene Fehler, die zu Gegentoren führten. Die Schwaben warten seit vier Spielen auf einen Sieg und sind nun in die Abstiegsregion der 1. Liga abgerutscht. Für eigene Treffer ist zwischen Lech und Wertach primär der Isländer Finnbogason verantwortlich, doch dieser wird wohl auch heute in Leverkusen weiterhin verletzt fehlen.“Er bringt uns nur etwas, wenn er 100% fit ist“, gibt FCA-Coach Manuel Baum klar zu verstehen. Dennoch muss in Leverkusen etwas zählbares her.

Nicht alles in Frage stellen

„Die Ergebnisse entsprechen nicht den Leistungen die wir auf den Platz bringen.“, weiß auch FCA-Coach Manuel Baum. „Ich habe aber ein gutes Gefühl, wenn wir heute nach Leverkusen fahren“

„Lieber würde ich mal sagen ´Die Leistung war scheisse´und wir würden gewinnen.“, ergänzt Verteidiger Raphael Framberger.

Auch wenn man zuletzt die Spiele nicht erfolgreich bestreiten konnte, gilt es jetzt beim FC Augsburg nicht alles in Frage zu stellen. Meist hatte man ordentlich Partien geboten, sich aber eben nicht belohnt. Dies gilt es nun zu ändern. „Wir müssen versuchen Tore zu erzwingen, müssen 10 mal mehr Leute in die Box kriegen, um das eine oder andere Tor zu machen“, gibt Baum einen Hinweis, wie dies aussehen könnte.

Viermal in Serie hat Augsburg in der Bundesliga bisher erst einmal verloren. Dies ist gut sechs Jahre her, damals hieß der Trainer noch Markus Weinzierl. Jetzt ist Baum der Chef an der Linie, der diesen Negativrekord sicher nicht einstellen möchte.

Zuvor muss er mit seiner Mannschaft bei der Werkself ran. Auch dort ist man in dieser Saison bisher noch nicht wirklich zufrieden. Gerade zuhause war Bayer 04 eher schwach. Aus den ersten sechs Heimspielen holte die Elf von Trainer Heiko Herrlich nur zwei Siege und ein Unentschieden. „Eine gute Leistung ist auch die Grundvoraussetzung gegen Augsburg. Augsburg hat zwar die letzten drei Spiele nicht gewonnen, aber trotzdem machen sie viele Dinge richtig. Sie haben in vielen Statistiken Top-Werte, haben 40 Prozent ihrer Tore über Standards gemacht. Da müssen hellwach sein.“, schätzt Herrlich den FCA ein.

Der spielstarken Bayer-Elf möchte Augsburg einige Aufgaben stellen. Ob das klappt wird sich heute ab 15:30 Uhr zeigen. „Das beste Ergebnis in Leverkusen wäre ein Sieg und das zu 0.“, gibt Framberger die Richtung vor. Ein Erfolg wäre für den FCA enorm wichtig, wenn man verhindern möchte, weiter nach unten zu rutschen.

Die voraussichtliche Aufstellung

Luthe – Schmid, Gouweleeuw, Hinteregger, Max – Khedira,Baier – Hahn, Gregoritsch, Caiuby – Schieber

Trainingseindrücke von Presse Augsburg-Fotograf Wolfgang Czech