Dürfen die Nasenbären im Zoo Augsburg bleiben?

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Muss der Nasenbär bald den Augsburger Zoo verlassen? Die EU-Kommission hat eine Liste mit 37 Tier und Pflanzenarten veröffentlicht, deren weitere Ausbreitung in Europa bekämpft werden soll. Auch der Nasenbär der im Augsburger Zoo lebt, steht auf der Liste. Kein Wunder also, dass sich die Zoologischen Gärten und Tierparks nun große Sorgen um den Erhalt ihrer Bestände machen.

Zoodirektorin Barbara Jantschke und der Europabgeordnete Markus Ferber füttern die beliebten Nasenbären.| Foto: Wolfgang Czech

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber besuchte deshalb gestern den Zoo Augsburg und traf sich dort mit Zoodirektorin Dr. Barbara Jantschke. „Ich möchte, dass Zoos auch in Zukunft Tiere halten dürfen, die auf der EU-Liste invasiver Tierarten stehen“, so Ferber. „Der europäische Gesetzgeber hat den EU-Mitgliedstaaten bei der „Aliens-Verordnung“ ausdrücklich die Möglichkeit eingeräumt, Ausnahmegenehmigungen für Zoos zu erteilen. Jetzt muss der Bundestag tätig werden“, betont Markus Ferber.

Was ist die sogenannte „Aliens-Verordnung“?

Zugewanderte Tier- und Pflanzenarten verdrängen heimische Tiere und Pflanzen, weil sie mit ihnen in Konkurrenz um Lebensraum und Nahrung treten und in den für sie neuen Biotopen meist keine natürlichen Feinde haben. Außerdem können invasive Arten Infrastrukturen schädigen oder zerstören. Jährlich verursachen diese „Aliens“ in der EU Kosten in Höhe von 12 Mrd. Euro. Das wohl bekannteste Beispiel für eine invasive Art ist der Waschbär, der im Jahr 1835 erstmals aus Nordamerika nach Europa eingeführt wurde und mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet ist.

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