Neu-Ulm | Brandstiftung und Betrug – Kripo ermittelt Tatverdächtige

Der Kripo Neu-Ulm gelang die Ermittlung zweier Tatverdächtiger, denen eine Brandlegung zum Zwecke des Versicherungsbetruges zur Last gelegt wird. Gegen beide wurde Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Symbolbild

Nach dem Brand eines Kellerabteils am 5. Februar 2018, hatten die Ermittler ihre Untersuchungen aufgenommen und am Brandort Unstimmigkeiten festgestellt. Damals war in dem Abteil ein Feuer ausgebrochen, welches sich glücklicherweise nicht rasant auf andere Abteile ausbreitete. Ein Anwohner hatte die Rauchentwicklung bemerkt und rief Polizei und Feuerwehr, die den Brand unter Atemschutzanwendung zügig ablöschen konnte. Diesen Umständen war es zu verdanken, dass es zu keinem Personenschaden in dem Mehrfamilienhaus kam.

Die bisherigen Ermittlungen von Staatsanwaltschaft Memmingen und Kripo Neu-Ulm, welche sich über mehrere Monate hinzogen und noch nicht abgeschlossen sind, erhärteten den Verdacht der Kriminalbeamten. Eingebunden waren auch Brandsachverständige von Versicherungsunternehmen und des Bayerischen Landeskriminalamts. Demnach steht ein Ehepaar in dringendem Tatverdacht, den Brand in dem von ihnen gemieteten Kellerabteil vorsätzlich gelegt zu haben. Grund hierfür dürfte ein Betrug zum Nachteil der Hausratsversicherung gewesen sein, die nach dem Brandereignis mehrere tausend Euro ausbezahlt hatte.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen erließ die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Memmingen einen Untersuchungshaftbefehl gegen beide. Dieser wurde Mitte Dezember 2018 durch die Kripo Neu-Ulm vollzogen. Der 38-jährige Mann befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Dort befand sich auch seine 33-jährige Frau; der Haftbefehl gegen sie wurde zur Betreuung der gemeinsamen Kinder zwischenzeitlich außer Vollzug gesetzt.

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