Neue Ausbildungsangebote in Fachoberschulen – Auch Friedberg, Kaufbeuren und Donauwörth kommen zum Zug

Ab dem nächsten Schuljahr wird es möglich sein in den FOS Friedberg und Kaufbeuren die neue Ausbildungsrichtung „Gesundheit“ zu belegen. Auch in Donauwörth kommt eine neue Ausbildungsrichtung hinzu. Dort wird künftig „Internationale Wirtschaft“ gelehrt.

Minister Sibler hatte auch für Schwaben gute Nachrichten | Foto: StMBW

„Die Fachoberschulen ermöglichen unseren jungen Menschen, ihren Bildungsweg erfolgreich weiter zu gehen! Sie sind ein wertvoller Bestandteil der bayerischen Strategie, unseren Jugendlichen nach ihrem Abschluss einen weiteren Anschluss zu ermöglichen. Daher freue ich mich sehr, dass wir das Netz an Ausbildungsangeboten im beruflichen Bereich zum neuen Schuljahr noch weiter verdichten können“, erklärte Kultusminister Bernd Sibler heute in München. Dort gab er die neuen Standorte von Fachoberschulen (FOS) und die Einrichtung neuer Zweige an bestehenden Schulen bekannt.

Eine Erweiterung des Angebots um die neue Ausbildungsrichtung „Gesundheit“ erhalten unter anderem die Fachoberschulen in Friedberg und Kaufbeuren. In Donauwörth und vier weiteren Standorten wird an den Fachoberschulen die neue Ausbildungsrichtung „Internationale Wirtschaft“ eingerichtet. Die FOS in Rosenheim bietet in Zukunft auch den Zweig „Gestaltung“ an, in Scheyern und Marktheidenfeld wird es zusätzlich die Ausbildungsrichtung „Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie“ geben.

Für Kultusminister Sibler ist dieser Ausbau nicht nur ein Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit im Freistaat, sondern auch ein Signal an die Wirtschaft vor Ort: „Mit den neuen Standorten und Zweigen bringen wir die qualitativ hochwertige, attraktive Ausbildung in der Region weiter voran. Damit stärken wir auch den ländlichen Raum und sorgen für gut ausgebildete jungen Menschen, die im Anschluss eine berufliche oder eine akademische Ausbildung beginnen können – beide Optionen ein gleichwertiger Weg in den späteren Beruf!“, so Sibler. Die Fachober- und die Berufsoberschulen bieten eine Verbindung von vertiefter Allgemeinbildung, Fachtheorie und Fachpraxis an.

Gleichwertiger Weg zur Hochschule

Die Beruflichen Oberschulen in Bayern, die die Fachober- (FOS) und Berufsoberschulen (BOS) umfassen, bieten neben den Gymnasien einen zweiten, gleichwertigen Weg zur Hochschule an. Die Fachoberschule baut auf einem mittleren Schulabschluss auf, die Berufsoberschule zusätzlich auf einer abgeschlossenen Berufsausbildung bzw. mehrjähriger Berufserfahrung. Die FOS umfasst in der Regel die Jahrgangsstufen 11/12, die BOS die Jahrgangsstufe 12. Beide Schularten verleihen nach der Jahrgangsstufe 12 die Fachhochschulreife. Zudem können die Schülerinnen und Schüler in der 13. Jahrgangsstufe die fachgebundene oder die allgemeine Hochschulreife erlangen. Über vierzig Prozent aller Hochschulzugangsberechtigungen werden inzwischen über den beruflichen Weg erworben, die meisten davon an einer Beruflichen Oberschule.

Freude im Landkreis Aichach-Friedberg

Landrat Dr. Klaus Metzger sieht in der Zusage für die neue Ausbildungsrichtung in der FOS Friedberg einen weiteren wichtigen Baustein des „Pflegeplans 2030“ realisiert: „Wir erhoffen uns positive Effekte in der Mammutaufgabe Pflege für das Wittelsbacher Land, weil wir die jungen Menschen mit unserem Gesamtpaket unmittelbar an den Landkreis binden.“ Metzger hatte sich im Vorfeld gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko und Schulleiter Wolfgang Wiedemann in zahlreichen Gesprächen dafür eingesetzt, dass Friedberg die Ausbildungsrichtung Gesundheit erhält. Dies war von Siblers Vorgänger Dr. Spaenle bereits im vergangenen Jahr in Aussicht gestellt worden.