Pilotprojekt „Bewegtes Licht“: intelligente Straßenbeleuchtung in Friedberg

Die Lechwerke (LEW) rüsten ab heute acht Straßenleuchten in Friedberg mit einem innovativen LED-System aus. Die Leuchten an dem Geh- und Radweg im Ortsteil Haberskirch zwischen Rosenstraße und Weißdornweg gehen schon in wenigen Tagen in Betrieb. Mit dem modernen System können die Straßenleuchten automatisch gesteuert werden. Das Prinzip ist ganz einfach: Die Beleuchtung wird stark gedimmt, solange niemand den Weg benutzt. Erfassen die angebrachten Sensoren jedoch die Bewegung eines Radfahrers oder Fußgängers, wird die Beleuchtung automatisch hochgefahren.

Josef Wagner, LEW-Leiter Kommunalmanagement, Dr. Peter Bergmair, Bürgermeister der Stadt Friedberg, Stefan Meyr, Abteilungsleiter Tiefbau der Stadt Friedberg, Erwin Rieder, Leiter der LEW-Bezirksstelle Friedberg (v.l.n.r.) sowie Heinz Lischinski von der LEW Verteilnetz GmbH (oben). | Foto: LEW / Funck
Josef Wagner, LEW-Leiter Kommunalmanagement, Dr. Peter Bergmair, Bürgermeister der Stadt Friedberg, Stefan Meyr, Abteilungsleiter Tiefbau der Stadt Friedberg, Erwin Rieder, Leiter der LEW-Bezirksstelle Friedberg (v.l.n.r.) sowie Heinz Lischinski von der LEW Verteilnetz GmbH (oben). | Foto: LEW / Funck

Mit dem Pilotprojekt wollen die Lechwerke und die Stadt Friedberg Erfahrungen mit der neuen Technik sammeln und zudem herausfinden, wie viel Energie tatsächlich eingespart werden kann. Für die Projektpartner liegen die Vorteile der neuen Beleuchtung schon heute auf der Hand. Zum einen ergibt sich eine Energieersparnis, weil der Weg bedarfsgerecht beleuchtet wird. Zum anderen wird die Umwelt nicht unnötig beeinträchtigt – das Wegestück führt durch ein kleines Wäldchen.

Dr. Peter Bergmair, Erster Bürgermeister der Stadt Friedberg, ist überzeugt: „Mit dem intelligenten LED-Leuchtensystem leisten wir einen Beitrag zum Klimaschutz. Wir sparen Energie und die Lichtverschmutzung nimmt deutlich ab. Positiv für die Anwohner ist natürlich auch, dass der Weg jetzt immer bedarfsgerecht ausgeleuchtet wird.“

Die Technik kann individuell programmiert werden und ist daher sehr flexibel einsetzbar: Die Leuchten können je nach verwendetem Modul um bis zu 100 Prozent der Leistung gedimmt werden, wenn die Straße in der Nacht nicht genutzt wird. Sobald sich ein Fußgänger, ein Radfahrer oder auch ein Fahrzeug nähert, erfasst ihn der Infrarot-Bewegungssensor und fährt die Leuchte zum programmierten Beleuchtungsniveau hoch. Gleichzeitig gibt er ein Signal an die nächste Leuchte weiter, die ebenfalls hochfährt. Das Licht begleitet den Verkehrsteilnehmer auf seinem Weg. Nach der programmierten Haltezeit fahren die Leuchten in den festgelegten, energiesparenden Dimmzustand zurück.

Die Lechwerke testen die innovative LED-Technik bereits im Rahmen eines zweiten Pilotprojekts. Hier wurden fünf bestehende Leuchten an einem Geh- und Radweg in Königsbrunn umgerüstet und mit dem Clever Light-System ausgestattet.

„Der Einsatz der effizienten LED-Technik in der Straßenbeleuchtung hat sehr hohe Priorität bei vielen Städten und Gemeinden“, berichtet Josef Wagner, Leiter Kommunalmanagement bei LEW. „LEDs brauchen deutlich weniger Energie und erzielen dabei eine sehr gute Ausleuchtung. Außerdem haben sie eine längere Lebensdauer und sind wartungsarm. Nicht zuletzt lassen sie sich gut dimmen und können in intelligente Konzepte eingebunden werden. Aus diesen Gründen ist die LED-Technik so gefragt für den Einsatz in der kommunalen Straßenbeleuchtung.“

Die Lechwerke haben in ihrem Netzgebiet mittlerweile in mehr als 260 Kommunen LED-Straßenleuchten installiert und etwa 7.300 Leuchten in Betrieb genommen. Angesichts des großen Interesses von Städten und Gemeinden haben die Lechwerke im Mai 2011 in Königsbrunn ein LED-Leuchtenkompetenzzentrum eröffnet. Auf dem rund 13.000 Quadratmeter großen Gelände sind rund 40 LED-Leuchten verschiedener Hersteller installiert. Vor Ort können sich kommunale Vertreter über den aktuellen Stand der Technik informieren.

Quelle und Bild: LEW