Prozessauftakt in Augsburg | Mann gesteht Mord an eigenem Kind und Ex-Freundin

Im August letzten Jahres erschütterte der Mord an einem siebenjährigen Jungen und seiner Mutter die gesamte Ammerseeregion. Seit heute steht der Kindsvater in Augsburg vor Gericht. Zu Prozessbeginn hat er das Verbrechen gestanden.

Der Angeklagte gestand zu Prozessbeginn den Doppelmord | Foto: Wolfgang Czech

Am 17. August des letzten Jahres fand die Polizei in einem Mehrfamilienhaus Eching am Ammersee die Leiche einer 36-jährigen Mutter und ihres 7-jähriges Sohnes. Aus der Wohnung kam ein blutverschmierter Mann. Die Beamten nahmen ihn fest. Bei dem Mann handelte es sich um den Kindsvater und Ex-Freund der Getöteten. Heute begann in Augsburg der Mordprozess gegen den 52-jährigen Franzosen.

Schon zu Beginn der Verhandlung räumte der Mann die Tat ein. Er bestätigte damit die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft. Der spätere Mörder hatte mit der 36-jährigen Frau gemeinsam in Südfrankreich gelebt, bevor sie mit dem gemeinsamen Sohn wieder nach Deutschland gezogen war. Im August 2016 besuchte er die beiden in der Wohnung in Eching. Er wähnte sich immer noch in einer Liebesbeziehung mit der Frau. Dort angekommen musste er aber erfahren, dass sie bereits eine neue Liebschaft eingegangen war und mit diesem Mann zusammenziehen wollte. Der Franzose verlor daraufhin die Kontrolle und erwürgte seine bisherige Lebensgefährtin. Wenig später schlossen sich seine Hände auch um den Hals des gemeinsamen Sohns. Beide waren noch vor Ort tot. Der Mörder versuchte daraufhin sich selbst das Leben zu nehmen, was aber misslang. Wie bereits oben beschrieben wurde er später von der Polizei vor Ort angetroffen und verhaftet.

Das Urteil wird für den 23. März erwartet.

Die Fotos zum Prozessauftakt von Presse Augsburg-Fotograf Wolfgang Czech