Siegesserie 2018 hält weiter – Augsburger Panther schlagen auch Tabellenführer Nürnberg

Die Augsburger Panther scheinen rechtzeitig zurück in die Erfolgsspur gefunden zu haben. Der heutige 2:1-Erfolg bei Tabellenführer Nürnberg war der vierte Sieg in Serie für den AEV. In 2018 ist er weiter ungeschlagen.

Roy war wieder einmal eine verlässliche Bank | Foto: Dominik Mesch

„Unsere Jungs haben sich fest vorgenommen in 2018 ungeschlagen zu bleiben, noch klappt es. Mal sehen vielleicht klappt es auch gegen Nürnberg.“, so Panther-Marketingmanager Leo Conti während einer Sponsorenveranstaltung unter der Woche. Angesichts der Tabellenkonstellation ein hohes Ziel, dass er dem Team mit auf den Weg gegeben hatte. Die Icetigers waren Tabellenführer, Augsburg rangiert auf Rang 11. Zuletzt hatte das Team von Trainer Mike Stewart aber reichlich Selbstbewusstsein tanken können. Alle drei in diesem Kalenderjahr bisher ausgetragenen Spiele konnte der AEV für sich entscheiden. Entsprechend mutig agierten die Augsburger auch in Franken.

Von Beginn an zeigten sie, dass die Erfolge der letzten beiden Wochen keine Zufallsprodukte waren. Die Gäste konnten sich im Laufe des ersten Durchgangs gar ein Chancenplus erarbeiten, mussten aber auf dem Weg zum Sieg doch erst einen Rückstand ausgleichen. Der sonst auch in dieser Partie bärenstarke Torhüter Olivier Roy hatte ein Schüsschen von Nürnbergs Segal durch die Schoner rutschen lassen. Ein Fauxpas, den er in der Folge mehrfach durch überragende Aktionen ausgleichen sollte (9.). Trotz weiterhin bester Gelegenheiten benötigte Augsburg eines der gefürchteten Überzahlspiele. LeBlancs feines Zuspiel jagte Lamb zum durchaus verdienten Ausgleich in das Tornetz (18.).

Auch im Mitteldrittel konnte sich Nürnberg kein Übergewicht erarbeiten, die Panther zeigten weiterhin eine überaus engagierte Auswärtsleistung. Für weitere Treffer sollte es nach 40 Minuten aber nicht reichen, sowohl EHC-Keeper Treutle, als auch Roy hatten einen ganz starken Tag erwischt.

Jetzt würde der Tabellenführer den Schwaben aber den Zahn ziehen. Mitnichten! Mit der ersten nennenswerten Aktion unterstrich Nationalspieler Thomas Holzmann seine Ambitionen auf ein Olympiaticket. Mit einer spektakulären Aktion hatte er sich ein Tor verdient, doch Treutle hatte den Trick durchschaut und konnte sein Team vor einem Rückstand bewahren (44.). Somit stand weiterhin ein 1:1 auf der Anzeige der Nürnberger Arena. Wer würde das nächste Tor erzielen können? Nürnberg drückte nun stark, sie wollten Platz 1 nicht wegen einer Niederlage gegen den AEV aufgeben müssen. Dank einer großen Einsatzbereitschaft und eines Hexers Roy im Tor konnte der Rückstand verhindert werden. Zu eigenen Chancen kamen die Panther in dieser Phase nur durch Gegenstöße. Eine dieser Situationen konnten sie mit einem Traumtor nützen. Cundari war mit der Scheibe in das Drittel der Icetigers gefahren und sie mit der Rückhand auf den heraneilenden Hafenrichter abgelegt. Augsburgs Nummer 77 schlenzte den Puck daraufhin unhaltbar über die Schulter des Nürnberger Torhüters hinweg unter die Torlatte (54.). Der EHC versuchte nun noch einmal alles, doch die Stewart-Truppe konnte den knappen Vorsprung über die Zeit bringen.

Die Augsburger Panther haben ihr erstes Ziel erreicht und bleiben weiterhin in 2018 ungeschlagen. Der vierte Sieg in Folge ist gleichbedeutend mit der längsten Siegesserie in dieser Spielzeit. Der Traum von den Playoffs lebt weiter. Aufgrund der Ergebnisse in den anderen Hallen ist der Sprung auf die ersten zehn Ränge aber noch nicht gelungen. Dies möchte der AEV am Sonntag gegen die Kölner Haie nachholen (14 Uhr). Denn auch im Curt-Frenzel-Stadion soll die Erfolgsspur nicht verlassen werden.