SPD: Kein Glyphosat im Landkreis Augsburg

In manch einer Garage im Landkreis Augsburg wird eine Flasche mit glyphosathaltiger Substanz zur Unkrautvernichtung stehen, weil das Mittel weit verbreitet ist und viele von uns haben sich bisher noch kaum Gedanken darüber gemacht, was sie im Garten einsetzen oder in ihre Pflasterfugen spritzen. Doch die gesundheitsschädliche Wirkung und das Artensterben, das mit dem Einsatz des Mittels einhergeht, haben die SPD-Kreistagsfraktion veranlasst, einen Antrag an Landrat Martin Sailer zum Verzicht von Glyphosat im Landkreis Augsburg zu stellen.

Auf ihrer Klausur hat sich die SPD-Kreistagsfraktion Augsburg nicht nur mit dem Haushalt des Landkreises beschäftigt, sondern auch mit dem Verzicht auf Glyphosat: Roland Mair, Harald Güller, Franz Neher, Simone Strohmayr, Peter Bergmeir, Sabine Grünwald, Bernd Müller und Florian Kubsch (von links).

Und zwar auch in den Bereichen, in denen das Mittel bisher sogar noch verwendet werden darf. „Direkten Einfluss haben wir natürlich nur auf die Flächen, die dem Landkreis gehören, aber wir wollen mit unserem Antrag alle Bürgerinnen und Bürger dazu bewegen, auf Glyphosat zu verzichten“, erklärt Kreisrat Roland Mair. Die SPD-Fraktion schlägt vor, dass der Landkreis in Zusammenarbeit mit geeigneten Organisationen wie dem Bayerischen Bauernverband oder der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Informationsveranstaltungen für Interessierte anbieten könnte, um Alternativen zum Einsatz von Glyphosat aufzuzeigen. „Glyphosat ist das am häufigsten verkaufte Unkrautvernichtungsmittel und wird massenhaft auf deutschen Ackerflächen eingesetzt. Wir könnten als Landkreis Augsburg zumindest ein Zeichen setzen, dass es auch ohne geht und wir ein Verbot des Mittels in ganz Europa wollen“, fasst Fraktionsvorsitzender und Landtagsabgeordneter Harald Güller die Gründe für den Antrag zusammen. (pm/spd)

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