Stadt Augsburg setzt weiter auf Sensibilisierung der Bevölkerung für den Artenschutz

Nach zehn Jahren kontinuierlicher Arbeit wird die Biodiversitätsstrategie der Stadt Augsburg weiter ausgebaut und fortgeführt.

Die Flugplatzheide in Haunstetten ist einer der Orte mit großer Artenvielfalt Foto: Wolfgang Czech

 

„Wie das aktuelle Volksbegehren zeigt, ist Artenschutz in aller Munde. Als Vorsitzender des Umweltausschusses habe ich vor zehn Jahren den Start der Biodiversitätsstrategie begleitet, die mein Vorgänger in Zusammenarbeit mit den Naturschutzverbänden auf den Weg gebracht hat. Umso mehr freut es mich, dass ich sie jetzt als zuständiger Referent fortführen kann“, sagt Umweltreferent Reiner Erben. Einen entsprechenden Beschluss hat der Umweltausschuss in seiner Januar-Sitzung gefällt.

Kernziele der Biodiversitätsstrategie

Die Biodiversitätsstrategie verfolgt zwei zentrale Ziele. Danach sollen zunächst alle Tier- und Pflanzenarten wie auch ihre Lebensräume in Augsburg gesichert, erhalten und entwickelt werden. Die Lebensräume sollen verbunden sowie Lücken durch Straßen oder Gebäude in Grünflächen geschlossen werden. Darüber hinaus soll die örtliche Bevölkerung über Augsburgs einzigartige Natur informiert werden. Durch Umweltbildung soll ökologisches Wissen vermittelt und das Umweltbewusstsein sensibilisiert werden. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sollen alle Bürgerinnen und Bürger zur Biodiversitätsstrategie beitragen.

Stadt übt Vorbildfunktion aus

„Unser individuelles Handeln und persönlicher Einsatz können viel bewirken, wenn es darum geht, unsere natürlichen Lebensgrundlagen für künftige Generationen zu bewahren. Dabei sind der Schutz der Natur und die Artenvielfalt von besonderer Bedeutung. Als Stadt haben wir daher bei der Umsetzung der Biodiversitätsstrategie Vorbildfunktion. Aber nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger können Erfolge für mehr Artenschutz erzielt werden“, so Erben. Vor diesem Hintergrund hat der Umweltausschuss beschlossen, für und mit allen städtischen Dienststellen Handlungsempfehlungen für den Schutz der Biodiversität zu erarbeiten.

Biodiversitätswochen ab April 2019

Mit einem umfassenden Veranstaltungsprogramm des Landschaftspflegeverbands, des Amtes für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofwesen und der Forstverwaltung sollen die bisherige Arbeit und die Erfolge präsentiert aber auch Schwierigkeiten dargestellt werden. Bei diesen Biodiversitätswochen zwischen April und September stehen Fahrradtouren zu Themen wie „Lichte Kieferwälder“, „Weideland bei Bannacker“ oder den „Schatzwald“ ebenso auf dem Programm, wie das Waldkino oder Exkursionen durch die Wolfzahnau und den Westpark. Ein besonderes Highlight sind die Baumpflegerinnen und Pfleger, die im Wittelsbacher Park in die Bäume klettern und demonstrieren, wie vielfältig die Arbeit zum Erhalt und Schutz der städtischen Bäume ist.