Stellenabbau bei Airbus | Viel Druck auf Unternehmen, Hoffnung auf schnelle Anschlussbeschäftigung im Raum Augsburg

Die Auftragslage bei Airbus ist nicht so gut, wie erhofft. Der größte europäische Flugzeugbauer wird deshalb die Produktion umstellen und mehrere tausend Stellen abbauen. Auch der Standort Augsburg wird davon betroffen sein. Während die Verärgerung bei den Betoffenen groß ist, kommt Hoffnung von Seiten der Stadt.

Foto: Sebastian Pfister

 

Der Flugzeugbauer Airbus wird tausende Stellen streichen oder an andere Standorte verlagern. Insgesamt sollen bis zu 3700 Arbeitsplätze an den deutschen Produktionsstätten Bremen und Augsburg, im spanischen Sevilla und in Filton (Großbritannien) „verändert“ werden.

In Augsburg, wo die Airbus-Gruppe bei Premium Aerotec aktuell unter anderem Teile für das Militär-Transportflugzeug A400M fertigt wird es in bedeutende Einsparungen im Personalbereich geben, dies ist seit einer Belegschaftsversammlung in dieser Woche klar. Gerade beim oben genannten Modell gibt es aufgrund technischer Probleme eine Streckung der Auslieferzeiten auf mehrere Jahre. Dies verringert den Produktionsdruck. Auch die Absatzprobleme beim gigantischen Personenflieger A380 setzen Airbus zu. Heuer werden wohl nur noch 12, im nächsten Jahr 8 Flugzeuge dieses Typs gebaut werden.

„Gute Hoffnung auf schnelle Anschlussbeschäftigung“

Noch während des laufenden Jahres werden deshalb in den beiden Werken in Augsburg-Haunstetten 300 Leiharbeiterstellen gestrichen werden. 2019 könnten bis zu 200 weitere Leiharbeiter nicht weiterbeschäftigt werden. Die Stammbelegschaft ist bisher von den Streichungen nicht betroffen. Ob es später auch hier zu Kürzungen kommen soll, ist nicht auszuschließen.