Überraschungssieg | EHC Königsbrunn siegt beim EV Füssen

Foto: Horst Plate

In den letzten zwanzig Spielminuten versuchte Füssen die Schlagzahl hochzuhalten, allerdings verteidigte der EHC clever. Die restlichen Schüsse landeten beim herausragenden Königsbrunner Keeper. Neun Minuten vor Spielende kamen die Gastgeber in Überzahl doch noch zu einem weiteren Tor, das Spiel drohte zu kippen. Nur zwei Minuten später enteilte Pascal Rentel seinen Kontrahenten und landete wie der Puck im Füssener Tor, doch der Treffer wurde dann doch wieder zurückgenommen. Vier Minuten vor Spielende blieb dann Marc Streicher nach einem Check hinter dem Königsbrunner Tor liegen, konnte danach aber unter Schmerzen weiterspielen. Füssen nahm drei Minuten vor Spielende den Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, doch dieser Schuss ging nach hinten los. Ausgerechnet der ehemalige Füssener Nicolas Neuber traf dann ins leere Tor zum 5:2, und nur eine Minute später tat es ihm Henning Schütz gleich, die Partie war mit dem 6:2 endgültig entschieden.
Am 85. Geburtstag von Rudl Bertele, dem wohl ältesten Betreuer der Liga, holt sich Königsbrunn dank einer geschlossenen und disziplinierten Mannschaftsleistung drei Punkte. Nach dem Spiel
widmeten die Spieler den Sieg ihrem Mannschaftskameraden Hayden Trupp, der sich im Hinspiel einen komplizierten Bruch zuzog und momentan noch im Krankenhaus liegt.

EHC-Coach Sven Rampf war nach dem Spiel mächtig stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben schon am Freitag gekämpft, das war zwar nicht ganz was wir vorhatten, aber sind dann bis an unsere Grenzen gegangen. Im Eishockey ist das so, wenn du kämpfst, kommt irgendwann wieder das Glück zurück. Heute sind die ersten Scheiben an unserem Tor vorbeigegangen, die sind aber in der Vergangenheit rein. Alle 13 Spieler und auch Don im Tor haben sich heute den Arsch aufgerissen, bis zum Schluss gefightet und verdient den Sieg geholt. Wenn wir hinten sicher stehen, kommen irgendwann unsere Chancen und dann gewinnt man auch so wie wir heute. Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft, ich ziehe meinen Hut vor der kompletten Truppe.“