Uniklinik Augsburg soll einen Lehrstuhl für medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung bekommen

An der neu entstehenden Uniklinik Augsburg soll ein Lehrstuhl für die medizinische Versorgung von Menschen mit Behinderung eingerichtet werden, so ein Antrag der CSU-Landtagsfraktion. Dieser Antrag wurde im Haushaltsausschuss einstimmig angenommen. Die Staatsregierung wird nun aufgefordert sich für eine entsprechene Professur einzusetzen.

Johannes Hintersberger, MdL beim Besuch des früheren Finanzministers Prof. Kurt Faltlhauser (2. V.r.) am Klinikum Augsburg mit (v.l.) Zentrumsmanager Jörg Röhring, Chefarzt Prof. Michael Frühwald, Prof. Klaus Peter und Pflegevorständin Susanne Arnold.

„Die medizinische Behandlung von Menschen mit Behinderung stellt Ärzte und medizinisches Fachpersonal oftmals vor erhebliche Herausforderungen. Eine teilweise nur eingeschränkte Möglichkeit der Kommunikation, veränderte Krankheitsbilder und auch ein anderer zwischenmenschlicher Umgang bedingen eine andere Herangehensweise an viele Krankheitsbilder. Für die Behandlung von Menschen mit Behinderung werden die allgemeinen medizinischen Leitlinien vielfach nicht als ausreichend angesehen“, begründet  Johannes Hintersberger, MdL die Entscheidung des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen, der den Antrag der CSU-Fraktion unter Federführung des Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer, in dieser Woche einstimmig annahm.

„Gleichzeitig gibt es in der gesamten Bundesrepublik Deutschland keine Bündelung des vorhandenen Fachwissens und der damit einhergehenden Verbesserungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung“, so Hintersberger weiter. „Das ist eine großartige Nachricht für alle Betroffenen, aber gleichwohl für die Uniklinik und die Universität Augsburg!“

Im Vorfeld hatte bereits der Ausschuss für Wissenschaft und Kunst mit Bernd Kränzle, MdL dem Antrag zugestimmt. Damit wird die bayerische Staatsregierung aufgefordert, sich unter Wahrung der Eigenverantwortlichkeit der Hochschule und der neuen medizinischen Fakultät, für eine eigene Professur für die Behandlung von Menschen mit Behinderung einzusetzen.