United-Internet-Chef kritisiert Verzögerung bei 5G-Auktion

Der Gründer und Chef der United Internet AG, Ralph Dommermuth, hält die in dieser Woche bekannt gewordene Verschiebung der Frequenzauktion für den schnellen neuen Mobilfunkstandard 5G ins kommende Jahr für einen Fehler. „Wir verlieren wertvolle Zeit, und andere Länder vergrößern ihren Vorsprung“, sagte er in der aktuellen Ausgabe des „Spiegels“. „Nächstes Jahr werden in den USA, Südkorea und China die ersten 5G-Netze in Betrieb gehen.“

Handy-Sendemasten, über dts Nachrichtenagentur

Der Koalitionsvertrag habe den Willen formuliert, bei der digitalen Infrastruktur in die Weltspitze aufzusteigen. Bei den Vergabebedingungen für die mobile Zukunftstechnologie werde sich nun zeigen, wie ernst das gemeint sei: „Es steht viel auf dem Spiel: Jetzt werden die Weichen für die nächsten 20 Jahre gestellt, und wir entscheiden, ob Deutschland aufholt.“ Auf die Frage, ob sein Unternehmen sich an dem erwarteten Bieterwettbewerb beteiligen werde, sagte Dommermuth: „Das entscheiden wir, sobald wir die genauen Bedingungen dieser Auktion kennen.“ Man habe aber bereits „verschiedene Szenarien betrachtet“. Als Bedingung nannte er unter anderem eine nationale Roaming-Pflicht, die gewährleisten würde, dass mögliche eigene 5G-Kunden weiter durch herkömmliche Netze versorgt werden, wenn sie aus den ersten 5G-Ausbaugebieten herausfahren. „Ohne eine solche Auflage werden nicht nur wir abwinken, da bin ich sicher.“ 5G eigne sich als Festnetzersatz und sei deshalb „eine Riesenchance, gerade für ländliche Regionen“. „Da würde ich mit dem Ausbau beginnen, gerne auch gemeinsam mit interessierten Kommunen.“ Die Telekom hat in Berlin jüngst erste 5G-Antennen in Betrieb genommen, Vodafone hat gerade ein Testlab für die Technologie eröffnet. Auf die Frage, ob die Wettbewerber nicht bereits einen großen Vorsprung haben, entgegnete Dommermuth: „Ich kann da nichts Uneinholbares erkennen.“

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