Im Rennen um die Nachfolge von Jean-Claude Juncker an der Spitze der EU-Kommission will EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager nicht vorzeitig aufgeben. „Solange ich kein schnelles Nein gehört habe, kann ich auf ein langsames Ja hoffen“, sagte Vestager dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). Die dänische Regierung müsse sich erst Ende Juni oder im Juli festlegen, welche Kandidatin oder welchen Kandidaten sie für die Kommission nominiere, fügte die dänische Politikerin hinzu.

EU-Fahnen, über dts Nachrichtenagentur

Die Wettbewerbskommissarin äußerte sich auch zu den geplatzten Siemens-Alstom-Fusion. Sie habe bis zum Schluss geglaubt, die Fusion der Zughersteller genehmigen zu können, sagte sie der Zeitung. „Ich habe wirklich bis zum letzten Tag gedacht, dass sie uns entgegenkommen.“

Aber das hätten die Unternehmen nicht getan, „und deshalb haben wir die Fusion verboten“.