„Wir wollen ein unangenehmer Gegner sein“ | Augsburger Panther- Coach Mike Stewart im Interview zum Saisonstart

Heute starten die Augsburger Panther mit der Auswärtspartie bei den Kölner Haien in ihre 25.DEL-Saison. Vor dem ersten Bully stand Trainer Mike Stewart noch für ein Presse Augsburg-Interview zu Verfügung.

Presse Augsburg: Bevor es in die neue Saison geht, würden wir gerne noch einmal einen Blick zurück werfen. Nach der Playoff-Teilnahme vor zwei Jahren hatten Sie gesagt, ihr Weg in Augsburg ist noch nicht zu Ende. Wurde er im letzten Jahr ausgebremst? Woran lag es, aus Ihrer Sicht?

Mike Stewart: Das hat immer mehrere Gründe. Es wäre zu leicht, das an einer Sache festzumachen. Nur ein Beispiel: Wir haben enge Spiele zu selten erfolgreich gestaltet und 14 Partien mit einem Tor Unterschied verloren. Wenn wir die Spiele dazuzählen, bei denen wir dann noch ein Empty-Net kassiert haben, sind es sogar 19. Da müssen wir 2018/19 besser werden.

Diese Saison starten Sie mit Ihrem Team neu durch. Nach nur drei neuen Spielern im Vorjahr, sind es diese Mal doch einige neue Cracks im AEV-Trikot. Was war Ihnen bei der Zusammenstellung der Mannschaft dieses Jahr besonders wichtig? Worauf haben Sie besonderen Wert gelegt?

Dass wir uns unsere Stärken bewahren und an den Schwächen arbeiten. Ich denke, wir sind dieses Jahr physisch stabiler ohne dabei an Geschwindigkeit verloren zu haben. Das war sicher unser Hauptziel.

Auf welchen Ihrer Jungs dürfen sich die Fans besonders freuen und warum?

Zum einem konnten wir ganz viele Leistungsträger halten, an denen wir uns nun weiter freuen können. Aber von den Neuzugängen haben zum Beispiel Pat McNeill und Adam Payerl angedeutet, wie wichtig sie für uns werden können.

Von Adam Payer erwartet Stewart einiges | Foto: Dominik Mesch

Die Unterschiede in den finanziellen Möglichkeiten der Teams werden immer größer. Die Augsburger Panther sind eher im hinteren Bereich der Etattabelle zu finden, wird es da nicht immer schwieriger die Wunschspieler nach Augsburg zu holen? Wie gelingt es Ihnen Spieler wie beispielsweise Christoph Ullmann zu überzeugen ein Panther zu werden?

Ja, es gibt Clubs, die mehr Geld bezahlen. Aber wir können den Spielern hier auch einiges bieten. Wir haben ein tolles Umfeld, ein super Stadion und eine unglaubliche Unterstützung der Fans. In der Liga hat sich längst herumgesprochen, dass wir bei uns in Augsburg einiges zu bieten haben. So landet dann auch einer wie Christoph Ullmann bei uns.

Wie soll „Panther-Hockey 2018“ nach Ihren Vorstellungen aussehen?

Schnell, aggressiv, körperbetont. Wir wollen ein unangenehmer Gegner für jedes Team der Liga sein und immer hart arbeiten, um uns im Laufe der Saison weiterzuentwickeln.

Wenn das klappt, was soll dann am Ende der Saison rauskommen, damit Sie selbst von einer erfolgreichen Spielzeit sprechen würden?

Wir sind Profisportler und werden an Ergebnissen gemessen, das ist mir bewusst. Wir wollen in die Playoffs, das ist unser gemeinsames Ziel. Und in den Playoffs ist vieles möglich….

Gemeinsam erfolgreich, das ist das Ziel der Panther | Foto: Dominik Mesch

Die Vorbereitung auf die Saison war schon einmal vielversprechend. Fünf Siege, zwei Niederlagen aus sieben Spielen gegen durchaus ordentliche Gegner. Der Dolomitencup, der gerade bei den Fans einen hohen Stellenwert hat, wurde gewonnen. Ist auch der Trainer Mike Stewart mit den Tests zufrieden?