In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober wird im Süden Oberbayerns und Schwabens das Antennenfernsehen auf DVB-T2 HD umgestellt. Das bedeutet für alle, die Fernsehen über die Antenne empfangen, mehr Programmvielfalt und hochauflösende Fernsehbilder. Insgesamt 17 öffentlich-rechtliche Programme gehen in FullHD-Auflösung auf Sendung. Bayernweit wird künftig auch NDR HD ausgestrahlt. Ein Sendersuchlauf am Stichtag 24. Oktober ist deshalb für alle DVB-T2 HD Zuschauer in Bayern sinnvoll.

Symbolbild

Seit März 2017 läuft in Deutschland die schrittweise Umstellung des Antennenfernsehens von DVB-T auf DVB-T2 HD. Jetzt steht in mehreren Bundesländern eine weitere Phase der Umstellungen bevor: In Bayern wechselt der Süden Oberbayerns und Schwabens vom bisherigen Digitalfernsehen DVB-T an den Standorten Hohenpeißenberg, Garmisch-Partenkirchen, Grünten und Pfänder (Österreich) auf DVB-T2 HD. Hinweis-Einblendungen im Fernsehprogramm informieren Betroffene im Vorfeld über die anstehende Umstellung.

Im Raum Augsburg, Gelbelsee, Ingolstadt und Pfaffenhofen wechselt außerdem das BR-Bouquet auf den neuen Kanal 22 (482 MHz).

Am 24. Oktober sind ab Mitternacht vorübergehend keine terrestrisch ausgestrahlten Programme in den Umstellungsregionen empfangbar. Der Wechsel auf DVB-T2 HD ist spätestens gegen 10 Uhr abgeschlossen – mit Ausnahme von Garmisch-Partenkirchen: Dort geht DVB-T2 HD gegen 12 Uhr mittags auf Sendung. In der Umstellungsregion ist ein Sendersuchlauf am DVB-T2 HD Empfangsgerät in jedem Fall notwendig, um wieder fernsehen zu können.

17 frei empfangbare Programme

Das Angebot umfasst ARD und ZDF mit ihren Haupt- und Gemeinschaftsprogrammen, das BR Fernsehen Süd/Nord, den Bildungskanal ARD-alpha sowie die Dritten Programme des HR, MDR, NDR, SWR und RBB. Alle Programme werden nach dem Umstieg in der besten HD- Auflösung, in FullHD 1080p übertragen.

Die öffentlich-rechtlichen Programme werden nach der Umstellung alle kostenfrei und unverschlüsselt mit jedem DVB-T2 HD tauglichen Receiver zu sehen sein.

Wer ein DVB-T2 HD Empfangsgerät hat, das man auch ans Internet anschließen kann, hat bei entsprechender Internet-Bandbreite die Möglichkeit, neben dem regulären Programmangebot zusätzlich auch den WDR als Internet Link Service (ILS) zu sehen. Außerdem sind die BR-Mediathek und weitere umfangreiche Mediatheken von ARD/ZDF via HbbTV verfügbar.

Zum Abschluss der Umstellungen in Bayern sind am 13. März 2019 noch DVB-T2 HD-Standortaufschaltungen in Niederbayern und in der Oberpfalz geplant.

Frequenzen für den Mobilfunk

Die Umstellung auf den bereits in vielen europäischen Ländern eingesetzten DVB-T2 Standard ist notwendig, da die Bundesregierung entschieden hat, das 700 MHz-Frequenzband, das bislang von DVB-T genutzt wird, zugunsten des Mobilfunks zu räumen.

Empfangs-Check

Mit dem DVB-T2 HD Empfangscheck können sich Zuschauer einen Überblick verschaffen, ob bzw. ab wann DVB-T2 HD an ihrem Wohnort verfügbar ist. Wenn sie ihre Postleitzahl eingeben, erfahren sie, welche Antenne nötig ist und welche Programme empfangbar sind.

Den Empfangs-Check und weitere Informationen gibt es im Internet unter DVB-T2HD.de, bei ard-digital.de/dvb-t2-hd sowie br.de/dvb-t2hd. Im Programm finden Zuschauer nähere Informationen im BR- und ARD-Text auf Seite 199.