Pro Asyl will abgelehnte Asylbewerber als Erntehelfer arbeiten lassen

Der Geschäftsführer der Menschenrechtsorganisation Pro Asyl, Günter Burkhardt, hat angesichts der Forderungen, anstelle der wegen der Corona-Krise fernbleibenden Saisonarbeiter nun Flüchtlinge arbeiten zu lassen, angemahnt, auch abgelehnte Flüchtlinge und Asylbewerber darin einzubeziehen. Die abgelehnten beziehungsweise geduldeten Flüchtlinge und Asylbewerber seien es, „die man mit Arbeitsverboten aus dem Land zu ekeln versucht“, sagte Burkhardt den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Dienstagsausgaben). Da man derzeit aufgrund der Corona-Krise aber realistischerweise ohnehin niemanden abschieben könne, schon weil es keine Flüge gebe, brauche es pauschale Lösungen, und man müsse Restriktionen aussetzen.

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„Hier ist Weitblick gefragt und kein ordnungspolitisches Klein-Klein“, so der Pro-Asyl-Geschäftsführer weiter. Dabei dürfe nicht die Devise gelten: „Zum Spargelstechen gut genug und anschließend keine Perspektive“, sagte Burkhardt. Zuvor hatten die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), und Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) angemahnt, das Arbeitsverbot zu lockern.

Das Bundesinnenministerium hatte daraufhin erwidert, dass 156.000 arbeitslose Flüchtlinge sofort bereitstünden.