Vertreter*innen verschiedener Statusgruppen und Organisationen der Universität Augsburg protestieren am Sonntag, den 14.03. mit 150 Teilnehmern auf dem Rathausplatz gegen die geplante Reform des bayerischen Hochschulgesetzes.Img 5002

Die Reform soll Hochschulen weiter ökonomisieren, was zur Folge haben wird, dass Mitbestimmung eingeschränkt wird, die Lehre in den Hintergrund rückt, und prekäre Beschäftigungsverhältnisse und der allgemeine Verwertungsdruck an den Universitäten steigt.

Durch die Wettbewerbsorientierung wird die Qualität von Forschung und Lehre gefährdet, da die Universitäten in einen wirtschaftlichen Konkurrenzkampf gestellt werden und Forschung nach der wirtschaftlichen Verwertbarkeit beurteilt und gefördert wird. Geradere kleinere Fächer aus dem geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich und die Grundlagenforschung allgemein werden dadurch schlechter gestellt sein.

Auch die Mitbestimmung an den Hochschulen wird durch die Reform stark eingeschränkt. Die Gremien, die Mitbestimmung ermöglichen, werden zukünftig von den Hochschulen selbst festgelegt. Das kann zur Folge haben, dass hochschuldemokratische Mitbestimmung weiter eingeschränkt wird und das Machtgefälle zwischen der Universitätsleitung und den Studierenden sowie Mitarbeitern wächst.

„Das Wissenschaftsministerium spricht von Innovation, aber statt tatsächlich innovativ die Demokratie und Forschung an den Hochschulen auszubauen und voranzutreiben, besinnt sich die bayerische Regierung zurück auf die neoliberale Agenda einer Margaret Thatcher und treibt den Ausverkauf des Gemeinwesens weiter voran“, so Cornelia Ulrich vom Bündnis gegen die Hochschulreform Augsburg.