„Querdenken“ plant Demo mit bis zu 2.000 Teilnehmern in Aichach – Kreativer Widerstand geplant

+++Update+++ Landratsamt erteilt Auflagen für „Querdenken“-Veranstaltung in Aichach

Am kommenden Samstag möchte die bundesweit für ihre Aktionen gegen die Corona-Maßnahmen bekannte Gruppierung „Querdenken“ in Aichach protestieren. Bis zu 2.000 Teilnehmer sollen kommen. Nun formiert sich Widerstand im Wittelsbacher Land.

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Archivbild: Bruder

Die Gruppierung „Querdenken“ hat für den kommenden Samstag eine Demonstration in Aichach angekündigt. Bis zu 2.000 Menschen sollen zum „Erkenntnislauf für Frieden und Freiheit“ vom Volksfestplatz durch die Innenstadt und wieder zurückziehen. In der Innenstadt ist eine kurze Kundgebung geplant.

Welche Beschränkungen die Veranstalter und Demoteilnehmer dabei jedoch einzuhalten haben, legt das Landratsamt in engem Austausch mit dem Polizeipräsidium Schwaben Nord fest. Genehmigen (oder verbieten) musste das Landratsamt, entgegen einer vom Veranstalter platzierten Facebook-Meldung im Übrigen nicht. Das Versammlungsrecht ist eines der wichtigsten freiheitlichen Grundrechte (Art. 8 Grundgesetz). Näheres regelt das Bayerische Versammlungsgesetz, aktuell ist für Versammlungen auch § 7 der Achten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu berücksichtigen. Eine Versammlung oder Demonstration dieser Art muss nur gegenüber der entsprechenden Ordnungsbehörde angezeigt werden, dies haben die Veranstalter, der Augsburger „Querdenken“-Ableger ordnungsgemäß getan. Unter anderem werden des Weiteren auch die Gruppierung Corona-Skeptiker Wittelsbacher Land um den bisherigen Stadtrat Patrick Kügle (siehe eigener Beitrag) und die Bewegung „Grundrechte wahren“ auf einem Aufruf zur Demo genannt.

Kreativer Widerstand gegen die „Querdenken“-Demo geplant

In Aichach hofft man darauf, dass man hier nicht ähnliche Probleme wie zuletzt in Leipzig bekommen wird. Am vergangenen Wochenende war es bei einer „Querdenken“-Demonstration zu gewaltsamen Übergriffen auf Polizisten und Journalisten gekommen. Die parteiübergreifende Gruppe „Wir aus Aichach“ organisiert auch deshalb einen kreativen Gegenprotest zur Aktion der „Querdenker“. Man wird sich aufgrund der hohen Infektionszahlen nicht als eigene Demonstration, sondern mit wissenschaftlichen Plakaten entlang des Demonstrationszugs zu Wort melden.