R-Wert sinkt auf niedrigsten Stand seit Pandemiebeginn

Der sogenannte „R-Wert“ für Corona-Infektionen ist am Freitag in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Pandemie gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den „Punktschätzer“ des besonders robusten 7-Tage-Reproduktionsfaktors mit 0,72 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte statistisch nur 72 weitere Personen anstecken.

Dts Image 15123 Tidoecrerj 3123 800 600Mann mit Corona-Maske, über dts Nachrichtenagentur

Wenn es so bleibt, kommt eine Pandemie relativ schnell zum Erliegen. Knapp höher, bei 0,73, war der 7-Tage-Reproduktionsfaktor nach RKI-Angaben Ende Juni letzten Jahres. Damals waren die Infektionszahlen fast genau auf dem niedrigsten Stand zwischen der ersten und der zweiten Welle.

Der 7-Tage-R-Wert ist im Gegensatz zu anderen R-Werten etwas träge, dafür werden Wochentagseffekte aber weitgehend eliminiert. Am 10. März letzten Jahres war das 7-Tage-R mit im Mittel 3,22 am höchsten – 100 Infizierte haben also rechnerisch 322 weitere angesteckt. Damals war die Krise zwar schon angelaufen und Desinfektionsmittel waren knapp, offizielle Einschränkungen gab es aber keine.