Nach dem Raserunfall in München, bei dem am Freitagabend ein 14-Jähriger starb, hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) von einem „gerechtfertigten Mordvorwurf“ gegen den in Haft sitzenden Fahrer gesprochen. „Es ist unfassbar und grässlich, dass sich ein Autofahrer so verhält“, sagte Herrmann in der im „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“. Bei dieser „unverantwortlichen Raserei“ sei es nun wichtig, „konsequent und mit allen Mitteln des Rechtsstaats“ durchzugreifen.

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„Wer durch eine Innenstadt, wo Fußgänger auf der Straße unterwegs sind, mit 100 Kilometern pro Stunde rast – da muss man davon ausgehen, dass er zumindest ganz unverantwortlich in Kauf nimmt, Menschen zu töten. Der Mordvorwurf ist hier tatsächlich gerechtfertigt“, so Herrmann. Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Christian Dürr, verurteilte den Raser als „widerwärtigen Täter“.

Auch Autos könnten „Mordwerkzeuge“ werden, sagte er in der „Bild“-Sendung. „Wenn man sich so im öffentlichen Straßenverkehr verhält, ist die Herangehensweise der Staatsanwaltschaft gerechtfertigt.“