Vor ausverkaufter Kulisse in der ratiopharm arena hat sich Ratiopharm Ulm eindrucksvoll mit 99:86 gegen die Würzburg Baskets durchgesetzt und führt nun in der Playoff-Halbfinalserie mit 2:1.
Von Beginn an trieb Energizer Karim Jallow die Gastgeber nach vorne – sein krachender Dunk zum Auftakt war das Startsignal für einen frühen Ulmer Lauf (7:3). Die Gäste antworteten jedoch prompt: Würzburgs Dreierspezialisten, allen voran Kapitän Zachary Seljaas, konterten und rissen die Führung an sich. Weil die Distanzwürfe bei Ulm zunächst nicht fallen wollten, suchten Spieler wie Youngster Noa Essengue konsequent den Weg zum Korb. Die Folge: Viele Fouls der Gäste und eine starke Quote von der Linie (7/9 FT), was Würzburg zur ersten Viertelpause die Führung sicherte (17:20).
Jessup bringt den Funken zum Überspringen
Der zweite Spielabschnitt startete mit Ulmer Power: Nico Bretzel eröffnete mit einem kraftvollen Finish, bevor Justinian Jessup aus der Distanz explodierte. Sein erster Dreier war der Knotenlöser – in der Folge netzte der Fanliebling gleich dreimal spektakulär mit Ablauf der Wurfuhr. „Angezündet vom Hexenkessel übernahm der Fanliebling die Verantwortung“, so fasste es der Verein treffend zusammen. Auf Seiten der Gäste hielt Nachwuchscenter Hannes Steinbach mit beherztem Zug zum Korb dagegen, konnte die Ulmer Offensivwelle aber nicht stoppen (48:37; Q2).
Karim Jallow übernimmt die Bühne
Auch nach der Halbzeitpause war es Karim Jallow, der das Spiel dominierte. Mit seinem dynamischen Sternschritt ließ er Würzburgs Verteidiger alt aussehen (57:42). Während MVP Jhivvan Jackson für Würzburg einzelne Akzente setzte, rollte der Ulmer Offensivmotor unaufhaltsam weiter. Die Hausherren konnten zwar nicht jede Chance nutzen, blieben aber klar vorne (68:55; Q3).
Das Highlight-Festival setzte sich fort: Jallow ließ Seljaas erneut alt aussehen und traf spektakulär per And-One (77:58). Die Ulmer Spielfreude war nun voll entfacht – Weidemann und Jessup bedienten den fliegenden Yago dos Santos mit zwei sehenswerten Alley-Oops.
Würzburger Aufbäumen bleibt ohne Erfolg
Zwar versuchte Würzburgs Topscorer Jackson mit einem kurzen Solo-Lauf, das Ruder herumzureißen und verkürzte auf 87:76, doch Ulm antwortete prompt: Santos setzte ein Ausrufezeichen mit einem Poster-Dunk über Jackson, ehe Jallow mit seinem finalen Treffer den Deckel auf die Partie setzte – 99:86.
Am Dienstag hat Ratiopharm Ulm nun die Chance, mit einem weiteren Sieg ins Finale einzuziehen. Ein Matchball vor den eigenen Fans – die Stimmung könnte nicht besser sein.


